Akt.:

120 Millionen Frauen sollen Zugang zu Verhütung bekommen

Finanziellen Kraftakt, um Geburtenkontrolle in aller Welt in den Griff zu bekommen. Finanziellen Kraftakt, um Geburtenkontrolle in aller Welt in den Griff zu bekommen. - © AP
Mit einem finanziellen Kraftakt will eine internationale Gemeinschaft aus Regierungen und Hilfsorganisationen die Geburtenkontrolle in aller Welt in den Griff bekommen.

Korrektur melden

In den kommenden acht Jahren sollen 120 Millionen Frauen im Kampf gegen die explodierende Weltbevölkerung mit Verhütungsmitteln versorgt werden. Das ist das Ergebnis einer internationalen Konferenz zur Geburtenkontrolle am Mittwoch in London. Daran nahmen Vertreter von 1.300 Organisationen und Regierungen aus 177 Ländern teil.

Die zusätzlichen Kosten für das Programm werden auf 4,3 Milliarden US-Dollar (3,74 Milliarden Euro) geschätzt. Die Teilnehmer der Konferenz in London machten Zusagen in Höhe von 2,6 Milliarden US-Dollar. Alleine die Bill und Melinda Gates Stiftung stellt den Betrag von 560 Millionen US-Dollar für die nächsten acht Jahre zur Verfügung und verdoppelt damit ihr bisheriges Engagement. Auch die britische Regierung will ihren Beitrag auf 1,3 Milliarden Pfund (1,65 Milliarden Euro) verdoppeln.

Verhütung für die Ärmsten der Ärmsten

Das Programm soll auch sicherstellen, dass weitere 260 Millionen Frauen in den ärmsten Ländern der Welt, die bereits verhüten, weiter unterstützt werden. Damit hätten bis Ende des Jahres 2020 insgesamt 380 Millionen Frauen in den Entwicklungsländern Zugang zu moderner Geburtenkontrolle.

Der britische Premierminister David Cameron wies darauf hin, dass Verhütung den Zugang zu Bildung erleichtere und zu “gesünderen und wohlhabenderen Familien und damit zu wirtschaftlichem Aufschwung” in den betreffenden Ländern führen könne.

“Kulturelle und religiöse Dinge beachten”

“Wir müssen dabei kulturelle und religiöse Dinge beachten”, sagte Melinda Gates, die Ehefaru des Microsoft-Gründers, in London. So brauche ein Teil der Frauen etwa Spritzen statt Pillen, weil sie deren Gebrauch besser vor ihren Männern geheim halten können. Gates glaubt, dass sich in wenigen Jahren viele Frauen etwa in Afrika auch dem Verhütungsverbot der katholischen Kirche widersetzen werden.

Täglich 227.000 neue Erdenbürger

Derzeit leben 7,1 Milliarden Menschen auf der Erde. Schätzungen zufolge könnten es bis 2050 bis zu elf Milliarden werden. Täglich kommen 227.000 Erdenbürger hinzu. Es gehe bei dem Programm nicht nur um die Kontrolle der Bevölkerungszahl. “Wir glauben, dass jede Frau das Recht und die Möglichkeiten haben sollte, die sie in die Lage versetzen, zu entscheiden, ob, wann und wie oft sie Kinder haben will”, sagte der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Familienplanung (IPPF), Tewodros Melesse.

Der Minister für Entwicklungshilfe in Großbritannien, Andrew Mitchell, schätzte die Zahl der Frauen in aller Welt, die verhüten würden, wenn sie nur könnten, auf 222 Millionen. Dies führe zu 60 Millionen ungewollten Schwangerschaften jedes Jahr. Ergebnis sei, dass viele Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt mangels ausreichender medizinischer Versorgung sterben oder Behinderungen davontragen.

(APA)



Kommentare 0

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

Mehr auf vienna.at
Erster Fall von MERS-Viruserkrankung in Österreich: Details zur Krankheit
Wie am Montagabend bekannt wurde, gibt es einen ersten Fall einer Erkrankung durch das MERS-Virus  in Österreich. Eine [...] mehr »
Ebola: Blut von genesenen Patienten als mögliche Therapie
Die Behandlung von Ebola-Kranken mit Blutprodukten von genesenen Patienten könnte laut Weltgesundheitsorganisation eine [...] mehr »
“Foodwatch” warnt vor Babynahrung
Babynahrungsprodukte gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Doch Vorsicht! So gesund sind die Breie, Trinkmahlzeiten und [...] mehr »
Wiener Augentag am 25. September 2014 im Rathaus: Eintritt frei
Am Donnerstag findet von 10.00 bis 18.00 Uhr der fünfte Wiener Augentag im Festsaal des Rathauses statt. Die Wiener [...] mehr »
Leberkäse im Test: Kennzeichnung der Herkunft teilweise “schwammig”
Die Qualität ist gut, aber die Kennzeichnung der Herkunft ist verbesserungswürdig. Gesetzlich gebe es bei der [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VIENNA.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Werbung