Twitter und TikTok offenbar über Fusion im Gespräch

9.08.2020 Der Kurznachrichtendienst Twitter hat einem Zeitungsbericht zufolge mit der unter politischem Druck stehenden Video-Plattform TikTok Fusionsgespräche geführt. Es seien vorläufige Verhandlungen über ein mögliches Zusammengehen gewesen, berichtete das "Wall Street Journal" am Wochenende. Es sei aber unklar, ob Twitter einen Deal anstrebe, der auch das US-Geschäft von TikTok umfasse.

Deutschland macht Druck auf Lufthansa wegen Erstattungen

8.08.2020 Die deutsche Regierung hat die Lufthansa wegen der zögerlichen Erstattung von Flügen, die wegen der Coronakrise ausgefallen sind, scharf kritisiert. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Lufthansa trotz der massiven staatlichen Hilfen ihren gesetzlichen Verpflichtungen nicht nachkommt", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nussbaum am Samstag dem "Spiegel".

Commerzialbank offenbar schon vor Jahren faktisch pleite

8.08.2020 Die Commerzialbank Mattersburg soll laut einer Aussage von Ex-Bankchef Martin Pucher vor der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) schon lange faktisch pleite gewesen sein, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil". Anfangs kleinere Bilanzfälschungen sollen schließlich zu einem nicht mehr sanierbaren Selbstläufer geworden sein.

Schienengüterverkehr soll unter die Arme gegriffen werden

8.08.2020 Das Verkehrs- und Klimaschutzministerium will den Schienengüterverkehr unterstützen und kündigt eine Senkung der Schienenmaut in Österreich an. Zur Verwirklichung ist allerdings noch eine europarechtliche Grundlage erforderlich. Weiters soll die Güterverkehrstochter der Staatsbahn ÖBB, die ÖBB Rail Cargo, mit 61 Millionen Euro Eigenkapitalzuschuss unterstützt werden.

Ermittlungen wegen Schenkungen von Novomatic-Eigentümer

8.08.2020 Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat in Zusammenhang mit den strittigen Schenkungsverträgen von Novomatic-Eigentümer Johann Graf Ermittlungen eingeleitet. Laut Nachrichtenmagazin "profil" hat ein WKStA-Sprecher bestätigt, dass gegen 21 Personen und einen Verband wegen des Verdachts der Abgabenhinterziehung ermittelt wird.

Commerzialbank-Einlagensicherung reicht wohl nur bis 100.000

7.08.2020 Die Insolvenz der Commerzialbank Mattersburg bedeutet für die Einlagensicherung einen neuen Auszahlungsrekord, erläuterte Geschäftsführer Harald Podoschek am Freitag im Ö1-Mittagsjournal. Rund 490 Mio. Euro würden in diesem Fall von der Einlagensicherung abgesichert. Das sei mehr als achtmal so viel wie jeweils bei den vier vergangenen Bankenpleiten - AAB AG, Trigon, Diskont und Riegerbank.

Paul Swarovski für Standort-Verbleib in Wattens

7.08.2020 Ein Mitglied der Familie Swarovski hat sich nach dem angekündigten Stellenabbau des Kristallkonzerns für den Erhalt des Standortes Wattens als Hauptsitz des Unternehmens ausgesprochen. Die Familie Swarovski sei "bestürzt über kolportierte Pläne für unseren Stammsitz", meinte Paul Swarovski in einer der APA vorliegenden Stellungnahme von Freitag. Das Unternehmen selbst dementierte derartige Pläne.

Post im Halbjahr mit stabilem Umsatz - Gewinn halbiert

7.08.2020 Die Österreichische Post AG hat im ersten Halbjahr 2020 den Umsatz im Vorjahresvergleich halten können, das Ergebnis ist jedoch eingebrochen. Der Umsatz blieb mit 981,9 Mio. Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode stabil (+0,1 Prozent), das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns ging um 55,2 Prozent auf 48,2 Mio. Euro zurück. Der Gewinn halbierte sich auf 39,1 Mio. Euro (-50,7 Prozent).

SPÖ schießt sich im Mattersburg-Skandal auf Blümel ein

7.08.2020 In der Frage, ob in der Mattersburger Bankencausa Spareinlagen von Kindern gesichert sind, schießt sich die SPÖ auf Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) ein. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch sah am Freitag einen "Kurier"-Bericht, wonach die "Hopsi"-Spareinlagen der Kinder keineswegs zur Gänze gesichert seien, als weiteren Beleg dafür, dass Blümel als Ressortchef "eine Fehlbesetzung" sei.

Außenhandel im Mai wegen Coronakrise massiv eingebrochen

7.08.2020 Österreichs Außenhandel ist wegen der Coronakrise auch im Mai massiv eingebrochen. Exporte und Importe waren laut Statistik Austria um rund ein Viertel niedriger als im Jahr davor. Betroffen waren so gut wie alle Produktgruppen. Die Exporte sanken um 25,5 Prozent auf 9,85 Mrd. Euro, die Importe um 24,8 Prozent auf 10,31 Mrd. Euro. Das Handelsbilanzdefizit lag bei 0,46 Mrd. Euro.

Konjunktur erholt sich laut OeNB rascher als erwartet

7.08.2020 Österreichs Konjunktur erholt sich nach Einschätzung der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) rascher als erwartet. Sollte es zu keiner starken zweiten Covid-19-Infektionswelle kommen, könnte die heimische Wirtschaft daher 2020 mit minus 6 Prozent weniger stark einbrechen als noch bei der OeNB-Prognose Anfang Juni angenommen, erklärte die Notenbank am Freitag.

Mattersburg-Bank war offenbar schon lang konkursreif

7.08.2020 Korruptionsstaatsanwaltschaft und Landeskriminalamt ermitteln im Bilanzfälschungsskandal Commerzialbank Mattersburg. Ex-Chef Martin Pucher und seine Exkollegin K. wurden bisher zweimal einvernommen, sie haben die Verantwortung für die Malversationen übernommen. "Mein größter Fehler war es, mir nicht eingestanden zu haben, dass die Bank längst konkursreif war", zitiert Anwalt Wess seinen Mandanten.

BP will größere Teile des Öl- und Gasgeschäfts abstoßen

7.08.2020 Der Energiekonzern BP bereitet sich Insidern zufolge auf den Verkauf größerer Teile seines Öl- und Gasgeschäfts vor. Dies sei auch geplant, wenn sich der in der Coronaviruskrise eingebrochene Ölpreis erholen sollte, sagten drei mit dem britischen Konzern vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. BP würde bessere Marktbedingungen als Gelegenheit zum Verkauf nutzen.

Uber mit Milliardenverlust

7.08.2020 Der weltgrößte Fahrdienst-Vermittler Uber hat inmitten der Corona-Krise einen weiteren hohen Verlust erlitten. Im zweiten Quartal fiel unterm Strich ein Minus von 1,8 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) an, wie der Taxikonkurrent am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

US-Präsident Trump heizt Handelsstreit mit Kanada wieder an

7.08.2020 US-Präsident Donald Trump heizt den Handelsstreit mit Kanada wieder an. Einige Aluminium-Importe aus Kanada werden erneut mit zehnprozentigen Sonderzöllen belegt, wie der Republikaner am Donnerstag im US-Bundesstaat Ohio sagte. Er habe ein entsprechendes Dekret zum Schutz der amerikanischen Wirtschaft unterzeichnet.

Coronavirus - Home-Office bei Facebook bis Juli 2021 möglich

7.08.2020 Das weltgrößte Internet-Netzwerk Facebook gestattet seinen Mitarbeitern, noch bis mindestens Juli 2021 wegen der Coronavirus-Pandemie von zu Hause zu arbeiten. Außerdem bekommen die Beschäftigten zur besseren Ausstattung jeweils 1000 Dollar, wie eine Firmensprecherin mitteilte. Damit folgt Facebook anderen Technologie-Konzernen wie Google und Twitter, die ähnlich vorgehen.

Trump: Strafzölle auf Aluminium aus Kanada wieder in Kraft

7.08.2020 US-Präsident Donald Trump setzt Strafzölle von zehn Prozent auf Aluminium aus Kanada wieder in Kraft. Die Zunahme der Importe aus dem Nachbarland füge dem US-Aluminiumsektor massiven Schaden zu, sagte Trump am Donnerstag bei einem Besuch in Clyde im Bundesstaat Ohio. "Kanada hat uns ausgenutzt, wie immer." Das sei "sehr unfair" gegenüber US-Jobs und "unseren großartigen Aluminiumarbeitern".

Trump: Strafzölle auf Aluminium aus Kanada wieder in Kraft

7.08.2020 US-Präsident Donald Trump setzt Strafzölle von zehn Prozent auf Aluminium aus Kanada wieder in Kraft. Die Zunahme der Importe aus dem Nachbarland füge dem US-Aluminiumsektor massiven Schaden zu, sagte Trump am Donnerstag bei einem Besuch in Clyde im Bundesstaat Ohio. "Kanada hat uns ausgenutzt, wie immer." Das sei "sehr unfair" gegenüber US-Jobs und "unseren großartigen Aluminiumarbeitern".

Positive Signale für U-Kommission zu Mattersburg-Bank

6.08.2020 Der Vorschlag der NEOS, den Skandal um die Commerzialbank Mattersburg von einer unabhängigen Untersuchungskommission aufarbeiten zu lassen, stößt beim Finanzministerium auf offene Ohren. Vom grünen Koalitionspartner käme ebenfalls Zustimmung. Auch von anderen Seiten kommen positive Signale für eine "Mattersburg-Kommission". Dagegen ist die FPÖ.

AUA wartet auf Grünes Licht für 450 Mio. Euro Staatshilfe

6.08.2020 Am Donnerstag präsentierte die von der Corona-Krise schwer gebeutelte AUA das Halbjahresergebnis. Während man auf die Auszahlung der Staatshilfe wartet, rechnet man damit, dass die Corona-Probleme noch länger bestehen bleiben.

Homeoffice laut ÖGB-Umfrage beliebt, Desk-Sharing weniger

6.08.2020 Die Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Homeoffice ist mit dieser Arbeitssituation zufrieden. Das hat der ÖGB in einer neuen Umfrage erhoben. Sieben von zehn befragten Betroffenen sind demnach zufrieden mit Homeoffice. Das Desk-Sharing, also die Teilung eines Arbeitsplatzes im Unternehmen, ist deutlich unbeliebter.

Siemens überraschend stark in der Krise

6.08.2020 Siemens hat sich in der Coronakrise überraschend gut behauptet. Der Umsatz im dritten Quartal sank nur um 5 Prozent, das Ergebnis im fortgeführten Geschäft blieb sogar fast auf Vorjahresniveau, wie der deutsche Technologiekonzern am Donnerstag mitteilte. Verluste im Energiegeschäft, das Ende September an die Börse gebracht werden soll, halbierten den Konzerngewinn allerdings auf 539 Mio. Euro.

Smartphones sind für Milliarden Menschen unerschwinglich

6.08.2020 Für Milliarden Menschen weltweit sind Smartphones unerschwinglich. Fast 2,5 Milliarden Menschen lebten in Ländern, in denen ein Handy mindestens ein Viertel eines Monats- oder teils sogar Jahreseinkommens koste, berichtet die Allianz für bezahlbares Internet. Auch Datenpakete könnten sich viele Menschen nicht leisten.

Umsatz- und Gewinneinbruch im ersten Halbjahr bei Borealis

6.08.2020 Der auf Kunststoffe und Düngemittel spezialisierte Chemiekonzern Borealis, an dem die OMV bald eine 75-Prozent-Mehrheit halten wird, hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Umsatz- und Gewinneinbruch erlitten. Der Nettogewinn brach um rund 60 Prozent auf 215 Mio. Euro ein, der Umsatz um ein Fünftel auf knapp 3,5 Mrd. Euro. Für die zweite Jahreshälfte rechnet CEO Alfred Stern mit einer Erholung.

Bank Austria laut UniCredit im Halbjahr mit 55 Mio. Verlust

6.08.2020 Die Auswirkungen der Coronakrise haben die Geschäfte der UniCredit sowie ihrer Österreich-Tochter Bank Austria im Halbjahr weiter belastet. Unterm Strich wies die italienische Mutter für das Österreich-Geschäft einen Verlust von 55 Mio. Euro aus, nach einem Gewinn von 224 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.