Zweiter Anlauf: Prozess gegen Gottfried Küssel startet noch einmal

Gottfried Küssel wartet auf seinen Prozess
Gottfried Küssel wartet auf seinen Prozess ©APA
Nicht aus Mangel an Beweisen, aus Mangel an Geschworenen musste vor einer Woche der Prozess gegen einen der Anführer der rechtsextremen Szene in Österreich, Gottfried Küssel, verschoben werden. Am Montag startet in Wien der zweite Anlauf.
Prozess gegen Küssel geplatzt
Prozess ab Mai

Küssel wird, wie schon öfter, nationalsozialistische Wiederbetätigung vorgeworfen und zwar im Zusammenhang mit rechtsradikalen Internet-Seite alpen-donau.info. Die soll er gemeinsam mit zwei Mitangeklagten, Felix B. (34) und Wilhelm A. (40) betrieben haben, ebenso wie ein einschlägiges Forum namens alinfodo.com. Laut Anklage wurde eine ‘nationalsozialistische Zielsetzung‘ verfolgt. Der erste Prozesstermin platzte, weil nicht genug Geschworene zum Termin erschienen waren.

Gottfried Küssel hatte Einfluss

Während Küssels Verteidiger, Michael Dohr, meint, es gebe ‘keinen zwingenden Beweis dafür, dass Küssel Initiator der Homepage’ war, soll der Angeklagte die Namen der beiden Domains gewählt und zusammen mit A. auch die Einrichtung durchgeführt haben. Danach waren die Seiten laut Staatsanwalt Hans-Peter Kronawetter “Sprachrohr für Rechtsextreme, auf denen rassistische, fremdenfeindliche und menschenverachtenden Inhalte auf Basis nationalsozialistischen Gedankenguts” verbreitet wurden. Die Seiten sind seit 22. März gesperrt, Gottfried Küssel wurde wenig stäter im Zusammenhang damit verhaftet. (APA/Red)

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