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Zweisitzrakete - Trailer und Kritik zum Film

Manch einer macht für die große Liebe schon mal verrückte Sachen. Manuel etwa stiehlt für seine Herzensdame eine Rakete aus dem Technischen Museum Wien. In seinem Spielfilmdebüt "Zweisitzrakete" schickt der Südtiroler Regisseur und Absolvent der Wiener Filmakademie Hans Hofer einen verträumten Manuel Rubey durch das Bobo-Paradies Wien und leitet seine Protagonisten dabei charmant auf so manchen Irrweg. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Das Resultat: Eine lebensbejahende, romantische Komödie, wie sie der österreichischen Filmlandschaft schon lange gefehlt hat. Ab Freitag (1. März) im Kino. Manuel (Rubey) und Mia (Alissa Jung) sind beste Freunde. Die Liste an Dingen, die sie gemeinsam erleben möchten, ist lang: Ein Foto von einem weißen Hai machen und eine Kokosnuss aus einem Supermarkt stehlen, um sie zu ihrer Palme zurückbringen, etwa. Und vor allem: nach New York gehen. Die Liste an Dingen, die Manuel heimlich an Mia liebt, ist noch länger: ganz oben steht ihr regelmäßiger Schluckauf. Doch während Manuel weiter träumt und sein Liebesgeständnis weiter aufschiebt, verliebt sich seine beste Freundin im Südtirol-Urlaub in einen italienischen Piloten und will prompt mit ihm auswandern.

Mit Schluckauf durch die Galaxie: Hans Hofers Debüt “Zweisitzrakete”

Ein Plan muss her und Manuels Kumpel Detlev (Simon Schwarz) soll helfen. Der versammelt die von ihm geleitete Selbsthilfegruppe geschiedener und gescheiterter Männer (großartig: Thomas Stipsits, Alexander Jagsch, Andreas Patton und Denis Moschitto) um sich. Gemeinsam wird beschlossen, in einer Nacht- und Nebelaktion eine alte Zweisitzrakete aus dem Technischen Museum zu stehlen. Immerhin hat Mia als kleines Mädchen immer von einem Fantasieastronauten geträumt, der sie ins All entführt.

Ein von Wes Anderson inspiriertes, “unzynisches, romantisches Märchen” wollte Hans Hofer mit seinem Spielfilmdebüt kreieren, wie er der APA bei einem Settermin erzählte. So erzählen Fantasiesequenzen in farbenfroher Wes-Anderson-Optik von Manuels Vorstellungen und Ängsten, erstarren seine für die Wiener Bezirkszeitung geschossenen Fotos vom Stadtleben im Film und erscheinen Tänze durch die Nacht und Fahrten am Moped in Zeitlupe, während zwei Tauben mit den Stimmen von Gerti Drassl und Michael Niavarani das Geschehen kommentieren. All diese Elemente könnten abgekupfert wirken – doch sie funktionieren und übermitteln ein verträumtes Wiener Lebensgefühl mit Schmäh abseits von der üblichen Tristesse im gefeierten österreichischen Film.

Das ist auch der Besetzung zu verdanken: Hofer hat seinem Freund Rubey die Rolle auf den Leib geschneidert, der wiederum Freunde wie Simon Schwarz und Kabarettkollegen Thomas Stipsits an Bord geholt hat. Der 33-jährige Rubey, 2007 als Falco-Darsteller in “Verdammt, wir leben noch” groß geworden, überzeugt als der Wiener Bobo einer Generation, die alle Zeit der Welt hat und sie für Tagträumereien zu verschwenden scheint. Vielmehr als die Liebesgeschichte rückt zuweilen die Männerfreundschaft in den Mittelpunkt: “Erst die Vergebung, dann der Zorn”, lautet das Mantra zum absurd-lustigen “Motivationstanz” eines genialen Simon Schwarz. Im Bademantel wird kollektiv geschrien, ins Technische Museum tollpatschig in absurder Kostümierung eingebrochen.

Ein Ritual mit Kultpotenzial: Der Motivationstanz wurde kürzlich am Wiener Stephansplatz in Anwesenheit der Darsteller mit einem Flashmob zelebriert, und auch sonst kam man in den vergangenen Monaten (zumindest auf Facebook) nicht an der “Zweisitzrakete” vorbei. Dem Film bleibt als willkommene Abwechslung in der österreichischen Filmlandschaft zu wünschen, dass ihm auch im Kino ein erfolgreicher Raketenstart gelingt.

(APA)

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