Drei Omikron-Verdachtsfälle in Wiener Gymnasium

Drei Omikron-Verdachtsfälle in Wiener Piaristengymnasium
Drei Omikron-Verdachtsfälle in Wiener Piaristengymnasium ©APA
Im Piaristengymnasium in Wien-Josefstadt gibt es drei Omikron-Verdachtsfälle.

Es wurde demnach auch eine weitere Klasse geschlossen, wie Sonja Vicht vom Gesundheitsdienst der Stadt Wien gegenüber der APA sagte. Somit befinden sich Schüler und Schülerinnen dreier Klassen bis zum 24. Dezember in Quarantäne.

Omikron-Verdachtsfälle in Wiener Piaristengymnasium

Es wurde auch ein viertes Kind positiv auf Corona getestet, hier lag aber vorerst kein Verdacht auf die Omikron-Variante vor. Die Tests wurden Vicht zufolge bereits vergangene Woche durchgeführt. Die betroffenen Kinder wurden hier zuerst positiv auf das Coronavirus getestet und in Quarantäne geschickt. Die Sequenzierung, die einen Omikron-Verdacht nachweist, wurde anschließend durchgeführt. Diese Auswertung ist allerdings zeitaufwendiger.

Der Schulbetrieb blieb am Mittwoch zwar aufrecht, den Eltern wurde aber empfohlen, die Kinder und Jugendlichen zuhause zu lassen. Der Unterricht wurde entsprechend auch online angeboten. Insgesamt gab es in Wien am Mittwoch 43 Verdachtsfälle.

Piaristengymnasium: Änderung bei Unterricht

Der Unterricht am Piaristengymnasium sei mit Blick auf Weihnachten auf breiten Wunsch der Eltern auf Distance Learning umgestellt worden, bei Bedarf könnten die Schüler aber ins Haus kommen, wurde aus der Bildungsdirektion gegenüber der APA betont. Eine behördliche Schließung habe es entgegen anderslautender Medienberichte nicht gegeben.

Bereits am Montag war ein erster Omikron-Fall an einer Schule in Tirol bekannt geworden, die Klasse wurde in Quarantäne geschickt. Ob es darüber hinaus noch weitere Omikron-Fälle mit Auswirkung auf Schulen gibt, konnte man am Mittwoch auf APA-Anfrage vorerst weder im Gesundheitsministerium, noch bei der AGES oder im Bildungsministerium sagen.

Omikron infektiöser

Weil die neue Virusvariante ansteckender ist, hat das Gesundheitsministerium vergangene Woche deutlich strengere Regeln bei der Kontaktpersonen-Nachverfolgung empfohlen, das wird von den Gesundheitsbehörden der Länder auch umgesetzt. Konkret werden geimpfte und genesene Personen nicht mehr von engen Kontakten (K1) zu Personen mit niedrigem Infektionsrisiko (K2) herabgestuft und müssen also in Quarantäne. Diese dauert bei Omikron 14 Tage, ein vorzeitiges Freitesten ist nicht möglich. Ob jemand als K1 oder K2 eingestuft wird, entscheiden weiterhin die Gesundheitsbehörden je nach Intensität und Dauer des Kontakts.

An den Schulen ist grundsätzlich weiter ein abweichendes Vorgehen möglich: Hier können laut Empfehlung des Gesundheitsministeriums beim Auftreten von nur einem Infektionsfall bis zur 4. Klasse Volksschule alle Kontaktpersonen als K2 eingestuft werden, bei den Älteren sind grundsätzlich nur enge Kontaktpersonen wie Sitznachbarn als K1 einzustufen und die anderen Schüler als K2. Allerdings kann die Gesundheitsbehörde - etwa mit Blick auf die größere Ansteckungswahrscheinlichkeit von Omikron - auch strengere Regeln anwenden und im Extremfall trotz der durchgängigen Maskenpflicht eine ganze Klasse als K1 einstufen, wird im Gesundheitsministerium gegenüber der APA betont. Wien etwa stuft bei Omikron in der Praxis alle Kinder der betreffenden Klasse als K1 ein. Tatsächlich wird das laut dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) vor Weihnachten allerdings wegen der derzeit generell noch verhältnismäßig wenigen Omikron-Fälle nur relativ wenige Klassen betreffen.

(APA/Red)

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