Zum Welttierschutztag 2012: Das bietet Wien in Sachen Tierschutz

Ulli Sima informiert zum Welttierschutztag über Tierschutz in Wien
Ulli Sima informiert zum Welttierschutztag über Tierschutz in Wien ©MA 48
Am 4. Oktober ist Welttierschutztag - doch in Wien ist Tierschutz 365 Tage im Jahr ein wichtiges Thema. Wir stellen die zahlreichen Service-Angebote vor, die in der Bundeshauptstadt Tag für Tag für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Tier sorgen.
Das TierQuarTier Wien
Hilfe für den Habichtskauz
Das Schulhund-Projekt
Der Wiener Hundeführschein
Zollhunde am Flughafen
Welttierschutztag in Wien: Events

“Einmal im Jahr ist Welttierschutztag, in Wien wird Tierschutz aber das ganze Jahr über groß geschrieben!”, betont Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima und informiert anlässlich des Tierschutztages einmal mehr über Wiens zahlreiche Maßnahmen im Sinne der Tiere.

Das TierQuarTier Wien: Bestmögliche Betreuung

“Die Wienerinnen und Wiener haben ein großes Herz für Tiere. Unser großes Anliegen ist es, das Miteinander von Mensch und Tier in der Großstadt weiter zu fördern und dazu bieten wir eine Menge Service für die TierhalterInnen, setzen auf Aufklärung und natürlich auch auf die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen”, betont Sima. Das aktuell größte Projekt im Tierschutz ist das neue TierQuarTier, das die Stadt Wien gemeinsam mit der Tierschutzstiftung in der Donaustadt errichtet.

Spatenstich für das neue Tierheim für entlaufene und herrenlose Tiere ist im Frühling, ab 2015 werden dort über 150 Hunde, 300 Katzen und hunderte Kleintiere bestmöglich versorgt und rasch wieder an liebevolle Herrchen und Frauchen weitervermittelt. Alle Tierfreundinnen und Tierfreunde können schon heute aktiv mithelfen, in dem sie den Bau im Rahmen der großen Bausteinaktion unterstützen, alle Infos auf www.tierquartier.at

Breites Service und Infos für Tierfreunde

Die MA 60-Veterinärdienste und Tierschutz steht Tierfreundinnen und Tierfreunden das ganze Jahr über mit Rat und Tat zur Seite. AmtstierärztInnen beantworten Anfragen rund um Tierhaltung und Tierschutz jeweils Montag bis Freitag von 08:00 bis 18:00Uhr sowie Samstag von 09:00 bis 15:00Uhr unter der Telefonnummer der Tierschutz – Helpline (01)4000-8060. Ob in der aktuellen Debatte um Giftköder, ob in Sachen Hundeführschein, ob in Fragen zur Haltung von Reptilien und vielen mehr.

Die aktuellen Broschüren “Sprache der Hunde” sowie “Die 10 goldenen Regeln der Katzenhaltung” sind ebenfalls über die Helpline kostenlos erhältlich. Anfragen können auch per E-Mail unter tierschutz@ma60.wien.gv.at gestellt werden. Auch der Wiener Tierschutzombudsmann ist zentrale Anlaufstelle in Sachen Tierschutz, alle Infos finden Sie online.

Mit der Novelle zum Fiakergesetz wurde dieses Frühjahr die Situation für Wiens Fiaker merklich verbessert, zudem sind nun alle Fiaker-Stehplätze in der Stadt beschattet. Die MA 60 – Veterinärdienste und Tierschutz der Stadt Wien kontrolliert gemeinsam mit der MA 65 und der Polizei, damit die neuen Bestimmungen im Sinne der Tiere auch eingehalten werden.

Aktiver Artenschutz in der Millionenstadt

Zum aktiven Tierschutz gehört auch aktiver Artenschutz. Die Stadt Wien arbeitet in diesem Bereich mit vielen Partnerinnen und Partner zusammen – so auch in Sachen Habichtskautz, wo das Forschungsteam des Instituts für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Uni Wien großen Anteil am Erfolg eines Wiederansiedlungsprojektes hat.

Schon vor mehr als 100 Jahren ausgerottet, ist der Habichtskauz dank zahlreiche Maßnahmen nun wieder in den Wiener Wäldern heimisch. Dank verbesserten Lebensbedingungen, dem strengen Schutz der Wälder und der aktiven Beteiligung an dem Projekt ist das Überleben der Großeule nun gesichert, die Jungvögel, die heuer geschlüpft sind, sind ein Zeichen dafür, dass Artenschutz auch in einer Millionenstadt möglich ist. Bisher wurden 50 junge Habichtskäuze im Biosphärenpark Wienerwald bzw. im Wildnisgebiet am Dürrenstein wieder angesiedelt.

Tier- und Artenschutz werden in Wien in unterschiedlichen Gesetzen und Dienststellen geregelt. Geht es beim Tierschutz um die Verhinderung und Vermeidung von Tierleid, steht beim Artenschutz die Förderung von knapp gewordenem Lebensraum für Arten im Vordergrund.

Erhaltung der Artenvielfalt in Wien

Wien bietet aufgrund seiner landschaftlichen und klimatischen Vielfalt auch seltenen und bedrohten Tierarten Lebensraum. Diese werden von der Stadt Wien besonders geschützt, für zahlreiche von ihnen gibt es Schutzprogramme. Mit ihrem Arten- und Lebensraumschutzprogramm Netzwerk Natur trägt die Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 seit vielen Jahren dazu bei, die Artenvielfalt in Wien zu sichern und zu fördern. Rund 190 Umsetzungsprojekte in ganz Wien haben mitgeholfen, seltene Lebensräume und bedrohte Tier- und Pflanzenarten in Wien zu erhalten und zu fördern. Zu den ins Programm aufgenommenen Tierarten gehören z. B. Mittelspecht, Wiener Nachtpfauenauge, Smaragdeidechse, Laubfrosch, Fledermäuse und Schlingnatter. Zu den Aufgaben und Erfolgen des Programms zählen auch viele öffentlichkeitswirksame Maßnahmen und Aktionen für die Wiener Bevölkerung wie z. B. die alljährlich an verschiedenen Orten Wiens stattfindenen Fledermausnächte.

Tierschutz für die Kleinsten: Schulhund.at

Schon den Jüngsten wird in Wien der richtige Umgang mit Tieren vermittelt – so auch im Rahmen von Schulstunden der besonderen Art. ExpertInnen von schulhund.at besuchen Schulklassen in Begleitung mit den Vierbeinigen “Lehrern” Die Stadt Wien übernimmt pro Jahr die Kosten dieser Schulstunden für 4.000 Kinder. Seit heuer gibt es auch für die Kindergärten ein breites Programm, um auch schon den Jüngsten das richtige Verhalten mit den Vierbeinern spielerisch näher zu bringen, entsprechende Unterlage und interaktive Spiele für 600 Kindergärten werden heuer von Seiten des Tierschutzressorts in Kooperation mit der Tierschutzobudsstelle zur Verfügung gestellt. Infos auf www.schulhund.at

Der Wiener Hundeführschein

Als ein wahres Erfolgsmodell hat sich der verpflichtende Wiener Hundeführschein entwickelt – über 89 % der Wienerinnen und Wiener haben sich bei der Volksbefragung 2010 für diese Maßnahme ausgesprochen. Inzwischen haben schon 4.655 Besitzer von sogenannten Kampfhunden die entsprechende Prüfung abgelegt und gezeigt, dass sie ihr Tier in allen Situationen in Griff haben. Zudem gibt es auch den freiwilligen Hundeführschein für die HalterInnen aller Hunde – als Belohnung winken Leckerlies und man spart sich die Hundeabgabe im ersten Jahr.

Auch auf Bundesebene ist die Stadt Wien in Sachen Tierschutz aktiv. “Ich habe einst das Bundestierschutzgesetz im Parlament mit verhandelt, es war damals ein großer Erfolg im Sinne der Tiere im Lande, nun wurde es leider in etlichen Bereichen wieder aufgeweicht”, so Sima. Es gibt daher laut Sima so manchen Verbesserungsbedarf, etwa das Verkaufsverbot von Hundewelpen in Zoogeschäften oder das Verbot von Reptilienbörsen: “Dort werden Exoten verkauft, die nichts in einem Wohnzimmer verloren haben – viele Käufer haben keine Ahnung, welche Ansprüche derartige exotische Tiere haben”, so Sima.

Das neue Tierschutzmagazin der Stadt Wien

Wichtig ist Sima der Kontakt zu Wiens Tierfreundinnen und Tierfreunden und daher gibt es nicht nur zahlreiche Veranstaltungen, wie das Festival der Tiere, das heuer im September erstmals auf der Donauinsel über die Bühne ging, sondern auch etliche Publikationen. Die neueste ist das Tierschutzmagazin mit dem klingenden Titel “tierisch gut”: “Wir wollen damit über die umfassenden Angebote der Stadt Wien zum Tierschutz informieren und auch in den direkten Dialog mit den Wienerinnen und Wienern treten und Tierschutzhemen breit diskutieren”, lädt Tierschutzstadträtin Ulli Sima ein. Das Heft erscheint vier Mal im Jahr und wird Abonnenten kostenlos zugestellt.

Was Tierschutz in Wien betrifft, ist man in der Bundeshauptstadt also für alle Eventualitäten bestens gerüstet – sodass nicht nur die Wienerinnen und Wiener, sondern auch Hund, Katze und Co. hier bestens versorgt sind.

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