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Zehnter Saisonsieg von Schmitt

Beim Skispringen in Iron Mountain belegten Widhölzl und Goldberger die Plätze zwei und drei. [27.2.2000]

Am Kulm hatte er nach dem Abbruch des zweiten Durchgangs noch geschimpft, in Iron Mountain war Martin Schmitt der lachende Sieger. Nach seinem Erfolg am Samstag gewann der deutsche Weltmeister am Sonntag auch die in nur einem Durchgang entschiedene zweite Weltcup- Konkurrenz in Iron Mountain/Michigan und steht nach seinem zehnten Saisonerfolg, dem insgesamt 20., angesichts eines Vorsprungs von 300 Punkten auf den zweitplatzierten Andreas Widhölzl bei fünf ausstehenden Bewerben vor vor dem neuerlichen Gesamtsieg.

Widhölzl rehabilitierte sich nach seinem samstägigen „Absturz“ mit der Tageshöchstweite von 130 m, erhielt aber schlechtere Noten als Schmitt (129 m) und lag 0,2 Punkte zurück. Andreas Goldberger wurde Dritter.

Windböen bis zu acht Meter pro Sekunde hatten nach zehn Springern des Finales den Abbruch erzwungen, zum wiederholten Mal in den vergangenen Wochen mussten die Springer zu Fuss vom Bakken stapfen. Schmitt tat es zufrieden, denn er war der große Gewinner der Übersee-Reise des Springerzirkus, dessen Auftritte unter dem Wind litten. Die Kristallkugel ist ihm kaum noch zu nehmen, zudem stellte er die Rekordzahl von zehn Saisonsiegen ein, die Matti Nykänen (zwei Mal), Andreas Goldberger und er selbst (im Vorjahr) bereits erreicht hatten. „Amerika ist für mich wohl tatsächlich das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ich kann mehr als zufrieden sein“, meinte Schmitt.

Widhölzl musste sich geschlagen geben

Widhölzl musste sich einmal mehr trotz größerer Weite knapp geschlagen geben. Obwohl er das eine oder andere Mal auch unterbewertet wurde, muss es dem Tourneesieger ein Anliegen sein, verstärkt an seiner Telemark-Landung zu arbeiten. Eine starke Leistung bot Andreas Goldberger, der endlich einmal für einen weiten Flug (125 m) belohnt wurde und erstmals seit Oberstdorf wieder auf dem Podest stand. Stefan Horngaher bewies nach dem dritten Rang vom Vortag als Sechster seine Beständigkeit, Reinhard Schwarzenberger landete an der 12. Stelle. der Vorarlberger Bernhard Metzler sprang als fünfter ÖSV-Adler unter die ersten 15 (15.).

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