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Zahl der weltweiten Masern-Fälle steigt drastisch an

Todesfälle wären vermeidbar
Todesfälle wären vermeidbar ©APA (AFP)
Die Zahl der Masern-Fälle ist weltweit drastisch gestiegen. Sie nahm im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 300 Prozent zu, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO mitteilte. Es seien mehr als 112.000 Infektionen in 170 Ländern gemeldet worden. Ein Jahr zuvor seien es gut 28.000 Fälle in 163 Ländern gewesen.

Die hochansteckende und mitunter lebensgefährliche Krankheit ist wieder auf dem Vormarsch. In den reichen Ländern geht die Ausbreitung der Masern vornehmlich auf eine zunehmende Impfskepsis zurück. In armen Weltgegenden haben viele Menschen hingegen keinen Zugang zur Masern-Impfung, wie die WHO beklagte.

Die Kinderkrankheit ist extrem ansteckend und kann in Einzelfällen noch Jahre später zu potenziell tödlichen Hirnentzündungen führen. Die Epidemie in dem Inselstaat vor der Südostküste Afrikas ist das aktuellste und wohl dramatischste Beispiel für das, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine beunruhigende Rückkehr vermeidbarer Krankheiten nennt.

Im Inselstaat Madagaskar wütet seit Monaten eine Masern-Epidemie. Mehr als 1.200 Todesopfer wurden dort bisher gezählt. Mit rund 120.000 Erkrankungen seit September vergangenen Jahres ist der Ausbruch in dem Inselstaat einer der derzeit größten der viralen Krankheit weltweit.

Die Behörden in Madagaskar, einem der 30 ärmsten Länder der Welt, sind mit dem Masern-Ausbruch überfordert. “Die Epidemie breitet sich leider immer weiter aus”, erklärte der WHO-Epidemiologe Dossou Vincent Sodjinou. Fast alle Landesteile sind demnach betroffen. Die Epidemie fordere auch deshalb so viele Opfer, weil etwa die Hälfte aller Kinder mangelernährt sei und daher ein bereits geschwächtes Immunsystem habe.

Das Virus hatte in Madagaskar leichtes Spiel, weil jahrelang nur rund die Hälfte aller Kinder geimpft wurden. Das lag nicht an Impfgegnern, sondern daran, dass dem Staat die Mittel für Aufklärungs- und Impfkampagnen fehlen. Die WHO will in dem Land mit 26 Millionen Einwohnern nun rund 7,2 Millionen Kinder impfen lassen.

Weltweit sind vor allem ärmere Länder von Masern betroffen. Im zentralafrikanischen Kongo etwa haben die Behörden seit Jahresanfang bereits rund 41.000 Erkrankungen und 760 Masern-Tote gezählt, auf den Philippinen erlagen der Krankheit 355 Menschen. Bei den Opfern handelt es sich überwiegend um Kinder im Alter von bis zu fünf Jahren.

(APA/dpa)

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