Wurstelprater und Schweizerhaus blieben EM-frei

Trotz der Nähe zum rege besuchten Fan-Areal auf der Kaiserwiese zeigten sich am Samstagabend im direkt angrenzenden Wiener Wurstelprater nur wenige Fußball-Fans. Bilder der Wiener Fanmeilen 

Weitgehend EURO-frei blieb auch das ebenfalls im Prater gelegene Schweizerhaus, bekannt für sein Bier- und Stelzen-Angebot. Betreiber Karl Kolarik prognostizierte im allerdings einen größeren Ansturm für den morgigen Sonntag, wenn Österreich sein erstes EM-Match bestreiten wird.

“Der Regen hat uns heute die Gäste vertrieben”, bedauerte Kolarik. Um die Mittagszeit, zu der sich das Wetter noch deutlich freundlicher präsentierte, wäre der Gastgarten hingegen gut besucht gewesen. “Fußballanhänger habe ich aber nur vereinzelt gesehen”, so der Gastronom. Tatsächlich labten sich bei am frühen Nachmittag nur wenige, überwiegend kroatische und österreichische Teamanhänger an Bier und Stelze.

Kolarik rechnete für den morgigen Sonntag mit einem etwas größeren Ansturm von Kick-Begeisterten. “Allerdings sind wir generell sehr abhängig vom Wetter”, gab er zu bedenken. Für Interessierte sei man jedenfalls gerüstet: Das Schweizerhaus hat laut Kolarik rund 40 Prozent der Gastgarten-Plätze mit Flatscreens ausgestattet. Den größeren Teil der Fläche will der Schweizerhaus-Chef folglich aber für jene Gäste reservieren, die das runde Leder kalt lässt.

Weitgehend EM-frei präsentierte sich den ganzen Nachmittag über auch der Wurstelprater. In den Souvenirgeschäften, die sich direkt am neu gestalteten Prater-Entree befinden, zeigten Shopbesucher nahezu kein Interesse an EURO-Fanartikel. Auch bei den kleineren Andenkläden, die sich ebenso mit entsprechenden Produkten eingedeckt hatten, schien sich die Nachfrage nach fußballaffiner Merchandising-Ware in Grenzen zu halten. “Die Leute schauen zwar, aber verkauft habe ich von den EM-Dingen noch kaum was”, beschied ein Standverkäufer.

Von reichlich kostümierten Schlachtenbummlern war im Vergnügungspark nichts zu sehen. Lediglich in Fahnen gehüllte Kroatien-Fans wurden gesichtet. Diese bewiesen, dass es mit dem so oft im Zuge des Sport-Großereignisses proklamierten völkerverbindenden Gedanken doch etwas auf sich haben muss. Die Anhänger des morgigen Gegners der heimischen Nationalmannschaft skandierten nämlich lautstark: “Immer wieder Österreich!”

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