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Wurst laut Konsumentenschutz zu "wassrig"

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Zwei Drittel der in Wien und Umgebung gekauften Proben entsprachen laut "Konsument" nicht dem Lebensmittelcodex - der geteste Aufschnitt war häufig viel zu wassrig.

Mehr als 1.000 Wurstsorten gibt es in Österreich, eine der beliebtesten ist die Krakauer. An sich eine Fleischwurst bester Güteklasse („Sorte 1“), entsprachen bei einem Test des Verbrauchermagazins „Konsument“ zwei Drittel der in Wien und Umgebung gekauften Proben nicht dem Lebensmittelcodex. Denn der schreibt fest, dass Krakauer zu mindestens 60 Prozent aus sichtbaren Fleischstücken bestehen muss. „Zu viel Wasser, zu wenig Fleisch“, urteilten die Tester über die Mehrzahl der Wurstproben.


Geschmeckt haben alle Proben

Sieben von 18 kontrollierten Produkten waren einwandfrei. Bei so mancher anderen Wurst entsprach das Verhältnis von Fleisch und Brät – eine Masse aus püriertem Fleisch und Speck mit Eis, Pökelsalz und Gewürzen – sowie Wasser und Erdäpfelstärke nicht den Vorschriften. Allerdings, schränken die Tester ein: „Auch dem Codex nicht Entsprechendes kann durchaus schmecken.“ Denn sonst hatten die Verbraucherschützer wenig zu beanstanden.

Krakauer gehört zu den mageren Wurstsorten und enthält mit zwei bis zwölf Prozent Fett deutlich weniger als Extrawurst (16 bis 33 Prozent) oder Haussalami und Kantwurst (fast 50 Prozent). Der Preisvergleich zahlt sich aus: Der Kilopreis bei Wurststangen zu 300 bis 500 Gramm liege zwischen fünf und 15 Euro.


Für Wurst wird mehr als für Obst & Gemüse ausgegeben

Die Österreicher greifen bei Krakauer & Co. gerne zu: Fast ein Viertel des monatlichen Haushaltbudgets für frische Produkte geht für Wurst und Schinken auf, das ist etwas mehr als für Obst und Gemüse ausgegeben wird. Der Anspruch der Verbraucher laut Agrarmarkt Austria Marketing: Wurst soll gut schmecken, nicht von hormonell behandelten Tieren stammen, von behördlich geprüfter Qualität, frisch und ohne künstliche Farbstoffe sein.

Link: www.konsument.at

Redaktion: Birgit Stadtthaler

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