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Wollte sich Mayer das Leben nehmen?

Als „Panikreaktion“, obwohl er sich nichts vorzuwerfen habe, bezeichnet der entlassene ÖSV-Trainer Walter Mayer in einem „NEWS“-Interview seine Flucht von den Olympischen Spielen in Turin.

Dass er mit seinem Pkw in ein Polizeiauto gerast sei, war ein Selbstmordversuch „in einer psychischen Ausnahmesituation“, erklärt Mayer. „Ich wollte mir das Leben nehmen, weil meine Welt zusammengebrochen ist.“

Seinen Aufenthalt in Turin bezeichnete der Salzburger in dem Interview als „reine Privatinitiative“. Mayer: „Das war nur mein persönliches Interesse, vor Ort zu sein und mir die Olympischen Spiele anzusehen. Ich hatte auch gar nichts mit, um irgendjemanden zu betreuen. Ich war als Privatperson in Italien.“

Der frühere Weltklasse-Coach bestätigte aber Kontakte mit Olympia- Teilnehmern im Piemont. „Ich kenne natürlich sehr viele der Sportler. Ja, ich habe mich freundschaftlich mit Freunden unterhalten, die ich teilweise seit über zehn Jahren kenne. Was soll daran ein Verbrechen sein“, sagte der 48-Jährige. „Dass daraus, dass ich privat in Italien bin, irgendein Skandal konstruiert wird, ist absurd. Da kann nur eine Intrige dahinter stecken.“

Auf die Nachfrage von „News“, wer Interesse an einer solchen Intrige hätte, antwortete Mayer: „Ich kann nur vermuten, dass der FIS nicht viel an meinem Ruf liegt.“ Als Grund dafür sieht der ehemalige Weltmeister-Trainer seinen bisher erfolgreichen Prozess gegen die FIS wegen seiner ungerechtfertigten Suspendierung.

Von den Dopingvorwürfen und der Fahndung gegen ihn hat Mayer aus dem Radio erfahren. „Ich geriet in Panik. Ich wusste, da passiert mir jetzt Unrecht. Dieses Unrecht wollte ich von außen, von einer neutralen Stelle in Österreich aus aufklären“, sagte Mayer. Als er dann in Österreich die Polizeisperre gesehen habe, seien ihm Selbstmordgedanken gekommen. „Ich war total am Boden zerstört, konnte kaum einen klaren Gedanken fassen. Mit dem Auto wollte ich mein Leben beenden.“

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