Wohnhaus mit Rissen in Stützpfeilern weiterhin gesperrt

Das Wohnhaus in der Wiener Innenstadt ist weiterhin gesperrt. Derzeit wartet man auf ein Gutachten. Dienstag musste das Haus komplett evakiert werden, weil es sich senkte und Risse in den Stützpfeilern hatte.
Nach der Evakuierung eines Wohn- und Geschäftshauses am Franziskaner Platz 1 in der Wiener Innenstadt am Dienstag bleibt das Gebäude vorerst weiterhin gesperrt. “Es muss erst das ganze Haus geprüft werden. Man muss die Gutachten abwarten”, sagte Gerhard Cech, Abteilungsleiter der Magistratsdirektion 37, am Mittwoch.

Der Bau hatte sich abgesenkt, ein Stützpfeiler hat daraufhin Risse erhalten. Die betroffene Säule war bereits nach einer Begehung im Dezember mit Pölzungen gestärkt worden.

Im vergangenen Herbst hatte man im Haus mit Sanierungsarbeiten – hauptsächlich in Wohnungen im ersten Stock – begonnen. Im Dezember war man draufgekommen, “dass da etwas in Unordnung ist”, so Cech. Eine Begehung mit einem Statiker folgte; dieser veranlasste die Errichtung von Pölzungen um den betroffenen Stützpfeiler herum. Das habe aber offensichtlich nicht gereicht: “Der Verdacht liegt nahe, dass die Belastung für das ganze Haus zu groß ist”, sagte der Abteilungsleiter. Nun müssen das Gebäude und auch der Untergrund geprüft werden.

Das Wohnungseigentümerhaus aus der Biedermeier-Zeit – auch Opernsängerin Anna Netrebko besitzt hier eine Wohnung – steht unter Denkmalschutz. “Man wird wohl alles unternehmen, um es zu retten”, meinte Cech. Die Grundmauern des Objekts dürften mindestens 500 Jahre alt sein: “Vor rund 300 Jahren wurde das Haus dann auf das heutige Maß aufgestockt, und in den 80er Jahren folgte noch ein Dachausbau.”

Die Gutachten sollen “in absehbarer Zeit” vorliegen – bis dahin darf das Gebäude nicht betreten werden. Die am Dienstag evakuierten Bewohner haben bei Freunden und Verwandten Unterschlupf gefunden.

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