Wirtschaftskammer klagt über Bürokratie

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Überbordende Bürokratie als Hemmschuh für Unternehmer - Mehr als die Hälfte der Industriebetriebe habe dies im vergangenen Herbst als einen der größten Standortnachteile Wiens angegeben.

Das sagte WKW-Präsidentin Brigitte Jank am Donnerstagabend vor Journalisten. Sie forderte kürzere Genehmigungsverfahren, den leichteren Zugang zu Fördermitteln und die Beseitigung von amtlichen Doppelgleisigkeiten.

„Viele Unternehmer sagen mir, dass sie wegen der Überregulierung und Bürokratie gar nicht wollen, dass ihr Betrieb über eine gewisse Größe hinaus wächst“, so Jank. Förderungsexperten der Kammer hätten in ihren Beratungen auch festgestellt, dass ein Drittel der Unternehmer, die investieren wollten und sich deshalb für eine Wirtschaftsförderung von Bund oder dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) interessierten, letztendlich auf die Unterstützung verzichtet hätten. Grund dafür sei der hohe Aufwand für die Antragstellung, insbesondere für die erforderlichen Wirtschaftsdaten.

Bei den Genehmigungsverfahren kritisierte Jank die Dauer der so genannten Regelverfahren. Österreichweit würden diese in durchschnittlich 16 Wochen erledigt, in Wien müsse man mehr als doppelt so lange darauf warten. Als „Pflanzerei“ bezeichnete Jank doppelte Genehmigungspflichten nach Bundes- und Landesrecht. Dies sei etwa bei der Bewilligung einer größeren Familienfeier oder einem Hausball in einem Gastronomiebetrieb der Fall.

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