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Winterwetter: Katastrophenalarm im Waldviertel, Schulen geschlossen

Das Wetter wütet massiv in Niederösterreich.
Das Wetter wütet massiv in Niederösterreich. ©APA
In Teilen des Waldviertels ist aufgrund des Winterwetters mit Eisregen noch am Dienstagnachmittag Katastrophenalarm ausgerufen worden. Der Landesführungsstab der Feuerwehr wurde ebenso eingerichtet wie Bezirksführungsstäbe. Inzwischen fast 20 Schulen in der Region blieben geschlossen.
Feuerwehren im Einsatz
Schulen wurden geschlossen

Laut Feuerwehrsprecher Franz Resperger wurde der Katastrophenalarm für die Bezirke Zwettl und Krems ausgerufen. In der Nacht auf Mittwoch rückten die Einsatzkräfte etwa 70 Mal aus. Im Bezirk Krems war ein Baum auf ein Haus gestürzt. Die Bewohnerin wurde unverletzt gerettet, so Resperger. Glimpflich gingen auch ein Kamin- und ein Trafobrand im Bezirk Zwettl aus, ebenso Verkehrsunfälle.

Durch das Gewicht des Eises auf den Stromleitungen drohten laut dem Sprecher außerdem Trafohäuser umzustürzen. Die Feuerwehr nahm die Sicherung mit Stahlseilen vor.

Katastrophenalarm: 250 Helfer im Einsatz

Am Mittwoch standen Resperger zufolge im nördlichen NÖ vorerst etwa 250 Helfer im Einsatz. Außerdem waren inzwischen 29 Großstromgeneratoren aufgeboten. Nicht zuletzt wurden Katastrophenhilfsdienstzüge vorinformiert. “Bei Bedarf stehen somit 5.000 Einsatzkräfte aus anderen Bezirken zur Verfügung”, sagte der Sprecher. Das wahre Ausmaß der durch das Eis angerichteten Schäden sei noch nicht bekannt. Im Waldviertel herrsche auch teils dichter Nebel.

Die Zahl der geschlossenen Schulen hat sich am Mittwoch auf etwa 20 erhöht, teilte Alfred Grünstäudl, Bildungsbeauftragter für die Region, auf Anfrage mit. Betroffen blieb weiterhin insbesondere der Raum Ottenschlag (Bezirk Zwettl). Keinen Unterricht gab es überdies in Lichtenau (Bezirk Krems). Wo Kinder ihren Wohnort am Schulort haben und Lehrpersonal zur Verfügung steht, wurde ein Notbetrieb aufrechterhalten.

Katastrophenalarm auch in Horn

Auch für den Bezirk Horn wurde am Mittwoch der Katastrophenalarm ausgelöst. Ein Sprecher von Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) teilte außerdem mit, dass sich das für Katastrophenschutz zuständige Regierungsmitglied noch im Laufe des Tages selbst ein Bild von der Situation machen werde.

Pernkopf wollte am Nachmittag gemeinsam mit Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner und EVN-Vorstandsprecher Peter Layr ins Waldviertel aufbrechen. Geplante Stationen waren Weinzierl am Walde (Bezirk Krems) Kottes und Ottenschlag (Bezirk Zwettl).

60 Straßenverbindungen gesperrt

Im Bundesland waren am Mittwoch witterungsbedingt mehr als 60 Straßenverbindungen gesperrt. Dazu zählten u.a. die B5 zwischen Eisgarn und Grametten, die B2 zwischen Eggenburg und Maria-Dreieichen und die B32 zwischen Jaidhof und Eisenbergeramt. Gesperrt blieb auch die Hohe Wand-Straße (L4188) im Bezirk Wiener Neustadt.

(APA)

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