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Wiener Volksbefragung: Ausbau der Bürgersolarkraftwerke ist schon beschlossen

Büergersolarkraftwerk sollen in jedem Fall in Wien ausgebaut werden.
Büergersolarkraftwerk sollen in jedem Fall in Wien ausgebaut werden. ©Bilderbox/Sujet
Die rot-grüne Stadtregierung lässt die Wiener bei der Volksbefragung auch darüber entscheiden, ob weitere Alternativenergieprojekte mit finanzieller Beteiligung der Bevölkerung - nach dem Beispiel der Bürgersolarkraftwerke - umgesetzt werden sollen. Egal, wie es ausgeht: Wien Energie treibt den Ausbau der Bürgerkraftwerke in jedem Fall voran. Man gehe von einem "positiven Votum" aus, wodurch der Ausbau "symbolisch legitimiert" werde.
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Für heuer ist der Verkaufsstart für weitere Anlagen fix, so ein Sprecher. Die Ausbaupläne seien mit der Politik freilich akkordiert.

“Unser Eigentümer weiß Bescheid”, so der Sprecher von Wien Energie. Schließlich sei es der Wunsch von Rot-Grün gewesen, derlei Projekte zu forcieren – “und ich habe bisher nichts Gegenteiliges gehört”.Im Vorjahr verkaufte die Wien Energie alle Anteile für die ersten vier Kraftwerke binnen kürzester Zeit. Das Modell funktioniert so, dass Bürger bei der Wien Energie Photovoltaik-Paneele einer Anlage erwerben. Maximal zehn Module können erstanden werden.

Die Wien Energie mietet diese dann von den Eigentümern, die eine jährliche Rendite erhalten, zurück. Nach Ablauf der Lebensdauer (rund 25 Jahre, Anm.) fließt der gesamte Beteiligungsbetrag dann an die Investoren zurück.

Kraftwerke in Wien sollen entstehen

Zwei der vier Kraftwerke sind bereits in Betrieb. Die beiden noch ausstehenden Stromanlagen werden noch im ersten Quartal 2013 realisiert, kündigte der Sprecher an. Eine wird am Gelände des Zentralfriedhofs – auf einer freien Fläche beim Tor drei – errichtet, die zweite in Liesing beim Fernheizwerk Inzersdorf. Für weitere Kraftwerke soll der Paneele-Verkauf noch heuer starten. Wie viele Anlagen 2013 dazukommen sollen, steht noch nicht fest, die entsprechenden Standorte ebenso wenig.

Die Wien Energie hat sich bekanntlich zum Ziel gesetzt, bis 2020 insgesamt 160.000 Haushalte mit Solarstrom zu versorgen. Bürgerkraftwerke sollen aber nur einen Teil des Bedarfs liefern, verwies der Sprecher auf eine Reihe von Kooperationen mit Bauträgern bzw. geplanten Anlagen auf Gemeindebauten. Insgesamt werden jedenfalls eine Mio. Quadratmeter an Photovoltaik-Modulen benötigt, was der Fläche der Josefstadt entspricht.

ÖVP spricht von einer Farce

“Kein Wunder dass die Politikverdrossenheit in Wien zunimmt, wenn schon vor Abhaltung der Volksbefragung zumindest bei einer Frage das Ergebnis feststeht. Jetzt haben wir es quasi amtlich, dass die rot-grüne Koalition die Bürgerinnen und Bürger am Schmäh hält”, kommentierte am Montag Manfred Juraczka von der ÖVP die Aussagen des Wien Energie Sprechers. “Peinlicher kann ein Zeugnis über die fehlende Bürgernähe von rot-grün wohl nicht mehr ausfallen”, so Juraczka. Die Volksbefragung verkomme dadurch zu einer Farce.

Wiener Volksbefragung: 7. bis 9. März

Mit den vier Bürgerkraftwerken können rund 800 Haushalte mit Ökostrom beliefert werden. Das erste in der Donaustadt ist bereits seit Mitte Juni in Betrieb und produzierte bis dato gut 350.000 Kilowattstunden (kWh) Strom. Damit liege man über Plan, denn 70 Prozent des Jahresziels von 500.000 kWh seien bereits jetzt erreicht.

Bei der Volksbefragung, die von 7. bis 9. März stattfindet, werden die Wiener neben Parkpickerl, Olympia und Privatisierung auch zum Thema Energieprojekte um ihre Meinung gebeten. 

(APA/ Red.)

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