Wiener Taxifahrer missbrauchte Frauen: Drittes Opfer erstattet Anzeige

Dem beschuldigten Taxifahrer wird ein weiterer Missbrauch zur Last gelegt
Dem beschuldigten Taxifahrer wird ein weiterer Missbrauch zur Last gelegt ©BilderBox.com (Sujet)
Am Mittwoch wurde in Wien der Prozess gegen einen Wiener Taxifahrer fortgesetzt, der zwei junge Frauen missbraucht haben soll - dabei kam es zu einer Überraschung. Der 59-Jährige wird von einem dritten Opfer belastet, das dem Prozess beiwohnte.
Prozess gegen Taxler

Der Vorfall mit dem weiteren Missbrauch einer Frau durch den beschuldigten Taxifahrer soll bereits 2007 geschehen sein. Die Frau saß in der vorangegangenen Verhandlung im Mai im Gerichtssaal und erkannte ihren Peiniger wieder.

Frau erkannte Taxifahrer bei Prozess wieder

Laut der Anzeige hat eine Freundin der Frau berichtet, dass gegen einen Taxilenker wegen sexuellen Missbrauchs gerichtlich verhandelt wird und sie darauf aufmerksam gemacht, weil ihr Ähnliches passiert ist. Daraufhin setzte sich das damalige Opfer ins Publikum und erkannte in dem Angeklagten ihren früheren Peiniger wieder.

Missbrauch auf Heimweg vom U4 – Anzeige

Sie erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Auch diese Frau war nach eigenen Angaben wie die beiden anderen in betrunkenem Zustand bei der Diskothek U4 in ein Taxi gestiegen und war vom Fahrer missbraucht worden.

Bei Verhandlung Öffentlichkeit ausgeschlossen

Bei der Fortsetzung des Verfahrens am Mittwoch, bei der es um den Missbrauch von zwei zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alten Frauen ging, wurde gleich zu Beginn die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Die Mädchen hatten sich im September 2011 bzw. im August 2013 nach einer durchtanzten Nacht im U4 zum Taxistandplatz vor der Diskothek begeben, um sich heimbringen zu lassen.

Familienvater nutzte Betrunkensein aus

Der Taxler – ein Familienvater, der vier Kinder groß gezogen hat – soll den Umstand, dass die jungen Frauen alkoholisiert waren, auf abgefeimte Weise ausgenutzt haben. Laut Anklage kam es im Fahrzeug zu geschlechtlichen Handlungen, denen die Teenager nichts entgegen setzen konnten, weil sie infolge ihres Zustands nicht mehr in der Lage waren, den zudringlichen Mann abzuwehren. Verhandelt wurde wegen zweifachen sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Personen (§ 205 Strafgesetzbuch).

Urteil vermutlich zu Mittag

Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe. Bei einem Schuldspruch drohen ihm allerdings bis zu 15 Jahre Haft, da eines der Opfer an derart gravierenden Folgen leidet, dass diese einem Gutachten zufolge einer schweren Körperverletzung gleichkommen. Mit einem Urteil wird zu Mittag gerechnet.

(apa/red)

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