Wiener Polizei wird Folter eines Gefangenen vorgeworfen

Die Antikorruptionsbehörde des Innenministeriums (BAK) hat laut der Wochenzeitung “Falter” schwere Vorwürfe gegen fünf Polizisten erhoben. In einem Zwischenbericht sei zu lesen, dass die Beamten verdächtigt werden, einen Mann sexuell belästigt, gewürgt und ihm laut Krankenhausbefund mehrere Knochen gebrochen zu haben. Außerdem werde in dem BAK-Schreiben eine Amtsärztin schwer belastet, weil sie das Opfer nach der mutmaßlichen Misshandlung für arrestfähig erklärt habe, obwohl dieser während der Untersuchung “starke Schmerzen” verspürt haben soll, heißt es in dem Artikel.
Anwalt spricht von Folter
Den Beschuldigten werde Amtsmissbrauch, unterlassene Hilfeleistung, schwere Körperverletzung und der Verdacht auf Quälen eines Gefangenen vorgeworfen. Gregor Rathkolb, der Anwalt des Opfers, sprach in der Wochenzeitung davon, dass es sich bei dem Vergehen der Polizisten um “Folter” gehandelt habe. (APA)