Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wiener Lehrer verklebte schwätzendem Kind den Mund

Symbolbild
Symbolbild ©Dieter Schütz / pixelio.de
Ein Wiener Lehrer hat einem Schüler in einer Hauptschule in Margareten den Mund verklebt, weil dieser geschwätzt hat. Ein Sprecher des Stadtschulrats bestätigte der APA den Vorfall.

Ein Lehrer hat einem Schüler in einer Hauptschule in Wien-Margareten den Mund verklebt, weil dieser geschwätzt hat. Das berichtet die Tageszeitung “Österreich” in einer Vorabmeldung zu ihrer Freitagausgabe. Ein Sprecher des Stadtschulrats bestätigte der APA ebenso den Vorfall wie der Direktor der betroffenen Schule, Leopold Plasch. Bei diesem habe es sich um ein “eklatantes Fehlverhalten” gehandelt, wurde betont. Der Lehrer wurde abgemahnt, aber nicht suspendiert. Er hat, so hieß es, den Vorfall sofort selbst beim Direktor angezeigt.

Bei dem Kind handelt es sich laut “Österreich” um ein aus Afghanistan stammendes Flüchtlingskind, das nach einem Minenunfall nur ein Bein hat und eine Prothese trägt. Der nun bekanntgewordene Vorfall fand im Werkunterricht statt.

Wie im Stadtschulrat am Donnerstagabend dazu betont wurde, hat der Lehrer sofort nach dem Vorfall dem Direktor der Hauptschule von dem Fehlverhalten berichtet. Auch den Eltern sei dies sofort gemeldet worden.

Der Lehrer hat sich bei diesen entschuldigt. “Die Entschuldigung ist angenommen worden”, hieß es. Der Pädagoge unterrichtet den betreffenden 13-Jährigen nun nicht mehr, der Lehrer wird auch schulpsychologisch betreut. Auf eine Suspendierung habe man vorerst verzichtet. Diese ist laut Stadtschulrat aber so gut wie fix, falls noch einmal etwas ähnliches passiert.

Auch Schuldirektor Leopold Plasch stellte dies im “Österreich”-Gespräch in Aussicht: “Er wurde nicht suspendiert und unterrichtet weiter. Es ist das erste Mal, dass so etwas passiert ist. Sollte so etwas erneut vorkommen, wird er entlassen.” Der Direktor ist inzwischen auch in der Kommunalpolitik kein Unbekannter mehr: Er ist der designierte SPÖ-Bezirksvorsteher in Wieden.

Dazu Plasch am Abend zur APA: “Ich bin noch der Direktor der Schule und noch nicht Bezirksvorsteher.” Er habe sofort reagiert, “nachdem mich der Kollege angerufen und mitgeteilt hat, dass er einen schweren Fehler begangen hat”. Er habe die erste Stufe nach dem Disziplinarrecht vollzogen und den Lehrer abgemahnt. Außerdem wurde er vom Schüler unverzüglich getrennt bzw. dieser in eine andere Werkgruppe versetzt.

Der Lehrer selbst habe unterdessen den Stadtschulrat informiert und sei auch dort abgemahnt worden, so Plasch. Außerdem sei ihm mitgeteilt worden, dass er im Wiederholungsfall mit der Einleitung eines Disziplinarverfahrens zu rechnen habe. Er sei erschüttert, dass der Ruf einer Schule, in der die Kollegen über Jahrzehnte hinweg ausgezeichnete Arbeit leisten, durch einen Vorfall so geschädigt werde, meinte der designierte Bezirksvorsteher.

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 5. Bezirk
  • Wiener Lehrer verklebte schwätzendem Kind den Mund
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen