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Wiener Heumarkt als Weltkulturerbe: Ludwig rechnet weiter mit Prädikat

Der Wiener Heumarkt soll weiter als Kulturerbestätte gelten.
Der Wiener Heumarkt soll weiter als Kulturerbestätte gelten. ©APA/Max Slovencik / APA/HANS PUNZ (Symbolbild)
Am Mittwoch hat Wiens Bürgermeister Michael Ludwig im Gemeinderat bekräftigt, dass er damit rechnet, dass das historische Zentrum Wiens auch weiter Weltkulturerbestätte bleiben wird.
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Die Stadt werde mit dem Bund - der formal der Ansprechpartner der UNESCO ist - alle notwendigen Schritte setzen, um eine Lösung herbeizuführen, versprach Ludwig in der Fragestunde. Er verwies darauf, dass das umstrittene Heumarkt-Projekt zuletzt neuerlich reduziert worden sei.

Wien hat aktuell zwei Welterbestätten

Wien verfügt aktuell über zwei Welterbestätten, nämlich die Gärten von Schönbrunn und die Innere Stadt. Das Prädikat für Letztere ist seit Jahren bedroht. Dass die City seit 2017 auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes steht, hat mit dem geplanten Hochhausbau am Rande der Zone zu tun. Ursprünglich hätte der Turm 73 Meter hoch werden sollen.

Das Projekt wurde inzwischen aber immer wieder abgeändert. Erst Ende Juni 2023 wurden abermals adaptierte Pläne veröffentlicht, die eine 56,5 Meter hohe "Wohnscheibe", einen Neubau des Hotel Intercontinental mit 47,85 Meter Höhe sowie eine frei zugängliche Stadtterrasse, ein Konferenzzentrum und eine zentrale Freifläche vorsehen.

Die UNESCO hat sich dazu bei der 45. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Riad (Saudi-Arabien) im Vorjahr positiv dazu geäußert - wobei dabei sogar eine erneute Reduktion behandelt wurde. Wie eine Sprecherin von Landtagspräsident Ernst Woller (SPÖ) gegenüber der APA betonte, beträgt der Letztstand in Sachen Wohnscheibe nun nur mehr 49,9 Meter.

Ludwig: Nächster Schritt wird demnächst folgen

Die UNESCO hat sich dazu bei der 45. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees in Riad (Saudi-Arabien) im Vorjahr positiv dazu geäußert. Einer der nächsten Schritte wird demnächst erfolgen, wie Ludwig berichtete. Er sei vom Bund darüber informiert worden, dass die im Rahmen der Welterbeprüfung stattfindende Advisory Mission von UNESCO bzw. ICOMOS im Frühjahr stattfinden wird - vermutlich im März oder April.

Die Einschätzungen der Expertinnen und Experten werde dann eine Basis für Entscheidung des UNESCO-Welterbekomitees bei der nächsten Sitzung sein, erläuterte Ludwig. Das Treffen ist im Sommer in Indien anberaumt. "Ich setze große Hoffnungen in diese Advisory Mission", sagte der Stadtchef. Er sei zuversichtlich, dass die zum Schutz des Welterbes gesetzten Schritte anerkannt würden.

Ludwig verwies etwa auf den "Managementplan Welterbe Historisches Zentrum" aus dem Jahr 2021. Auch in die Bauordnung seien zuletzt Punkte aufgenommen worden, die auf den Erhalt abzielen würden. So sei das Prädikat nun etwa Kriterium für die Ausweisung von Schutzzonen. Auch würden Bauvorhaben entsprechend überprüft, hob Ludwig hervor.

(APA/Red)

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