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Wiener Häftling gestand Tötung eines 34-Jährigen in Donaustadt

In der Justizanstalt Josefstadt kam es zu einem Geständnis
In der Justizanstalt Josefstadt kam es zu einem Geständnis ©APA
Ein 28 Jahre alter Insasse der Justizanstalt Josefstadt hat zunächst seiner Psychologin und danach der Polizei gestanden, zwischen Weihnachten und Silvester 2014 einen Bekannten mit einem Stein erschlagen zu haben.

Der bereits wegen Eigentumsdelikten in der Justizanstalt Josefstadt einsitzende Tscheche Lukas D. erzählte seiner Psychologin in der JA nach Angaben der Polizei, dass er seinen Bekannten im Streit in diesem Zeitraum tödlich verletzt hatte. Nach einer Vernehmung durch das Landeskriminalamt Wien führte der 28-Jährige die Beamten zum Tatort nach Wien-Donaustadt, einem Erdkeller.

Tödlicher Streit in Weinkeller in Donaustadt

Beamte fanden nach den Angaben des 28-jährigen Häftlings die Leiche des 34-jährigen Slowaken in einem Weinkeller in Wien-Donaustadt, berichtete die Polizei am Mittwoch. Durch das Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung geht man eindeutig von Fremdverschulden aus. Der Tscheche will in Notwehr gehandelt haben, gab er an.

Trinkgelage zweier Obdachloser

Der mutmaßlicher Täter und das spätere Opfer waren bereits seit etwa einem Jahr in Wien und hatten einander im November 2014 kennengelernt. Die beiden Unterstandslosen waren zwischen Weihnachten und Silvester, einen genauen Tag konnte der Tscheche nicht nennen, in den unverschlossenen Weinkeller an der Wagramer Straße eingedrungen und hatten dort ein regelrechtes Trinkgelage mit reichlich mitgebrachtem Alkohol zelebriert.

Notwehr gegen Messer?

Dieses endete laut Polizei aus einem nichtigen und offenbar nicht mehr nachzuvollziehendem Anlass mit einem Streit. Im Zuge der gegenseitigen Beschimpfungen soll das spätere Opfer mit einem Messer auf den 28-Jährigen losgegangen sein. Dieser will sich mit einem Stein gewehrt und den Slowaken in Notwehr erschlagen haben. Nach den Hinweisen des Tschechen fanden die Kriminalisten die Leiche des 34-Jährigen.

Tscheche wollte Gewissen erleichtern

Nach dem Tschechen wurde wegen Eigentumsdelikten in seiner Heimat per internationalem Haftbefehl gefahndet. Bei einer Personenkontrolle in einer U-Bahn ging er der Exekutive schließlich ins Netz und wurde in die Josefstadt eingeliefert. Dort gestand er einer Psychologin am 8. März die Bluttat und ließ anklingen, er wolle sein Gewissen erleichtern und würde auch mit der Polizei sprechen. Die Psychologin machte die Beamten – auf Wunsch des Tschechen – auf die Gesprächsbereitschaft des 28-Jährigen aufmerksam, weshalb sie nicht gegen die ärztliche Schweigepflicht verstieß.

Im Weinkeller entdeckten die Kriminalisten am 9. März die Leiche des 34-Jährigen, der erschlagen worden war. Was man jedoch nicht fand, war das Messer, mit dem der Slowake auf den 28-Jährigen losgegangen sein soll.

(apa/red)

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