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Wiener gelang Atlantikumsegelung trotz Proviantengpass

Atlantikumsegelung scheiterte fast an Ruder und Proviantengpass
Atlantikumsegelung scheiterte fast an Ruder und Proviantengpass ©PA/YACHT CONSTRUCTION CONSULTIN
87 Tage und 50 Minuten lang ist der Wiener Extremsportler Harald Sedlacek in einem 4,9 Meter langen Boot über den Atlantik gesegelt, bis er am 19. April seinen Zielhafen in Florida erreichte. Der aufgestellte Rekord scheiterte aber beinahe.

“Ich habe überlegt, ob ich schon auf den Bahamas stoppen soll, dann habe ich es aber doch noch durchgezogen”, sagte er bei einer Pressekonferenz am Montag in Wien.A nfangs habe der 32-jährige Wiener, der als erster Sportler in der 16-Fuß-Klasse einhand, nonstop und ohne Hilfe den Nordatlantik von Kontinent zu Kontinent überquert hat, “wirklich schwer gekämpft”.

Wiener kämpfte mit den Umständen

Es habe mehrere Wochen lang gedauert, bis er sich daran gewöhnt hatte, auf engstem Raum (das Boot war 4,9 Meter lang und 2,4 Meter breit) zu Essen, zu Schlafen und die Segel zu wechseln. Von den 51 Kilo Lebensmitteln, die hauptsächlich aus Nüssen, Müsli und Fertiggerichten bestanden, verbrauchte der Sportler anfangs zu viel, sodass er gegen Ende seines Törns von nur 1.100 kcal pro Tag leben musste.

 

Auch die Navigationsarbeiten an Bord, die stehend vorgenommen werden, machten ihm körperlich zu schaffen: “Nach etwa 14 Tagen habe ich mich daran gewöhnt, ständig nass zu sein. Problematisch war aber, dass das Material des Bootes bei den Arbeiten meine Haut aufgerieben hat. Da freut man sich dann sogar, wenn man sich wieder ins Nasse setzen kann”, so Sedlacek.

Auch der Schlafmangel sollte den Rekordversuch erschweren: Bis zu 20 Stunden pro Tag musste der Segler wach bleiben um sein Boot in die richtige Richtung zu lenken. An den verbleibenden vier Stunden erlaubte er sich immer Schlafpausen von maximal 20 Minuten, bis er die Navigationsgeräte wieder überprüfen musste.

Wiener gelang Atlantikumsegelung

Heikle Situationen gab es beim knapp 9.500 Kilometer langen Trip ebenfalls: So habe sehr starker Seegang nahe Gibraltar dazu geführt, dass sich das gesamte Boot, an das Sedlacek zu 24 Stunden am Tag angehängt war, um 180 Grad gedreht hat. Durch seine spezielle Konstruktion hat sich das Mini-Boot wieder selbst aufgerichtet. Als “ungutes Gefühl” beschrieb der 32-Jährige auch die Begegnung mit einem Wal: “Wenn man so dahin segelt und auf einmal taucht unter einem ein riesiger Schatten auf, der größer ist als das eigene Gefährt, dann kommen einen gleich Schauergeschichten in den Kopf und man denkt sich, dass der Wal jetzt eigentlich die Heckflosse abschlagen könnte.”

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Aus den verschiedenen kritischen Vorfällen schöpfte Sedlacek aber auch die notwendige Kraft, sein Ziel in den USA zu erreichen: “Wenn man so etwas überstanden hat, bekommt man automatisch einen Energieschub und neues Vertrauen in das Material. Auch wenn etwas kaputt gegangen ist und ich es erfolgreich reparieren konnte, hat mich das neu motiviert.” Momentan hält sich der Extremsportler in Österreich auf, wetterabhängig wird der Sportler den Nordatlantik aber bereits am 15. Mai von Palm Beach in Florida nach Les Sables d’Olonne in Frankreich erneut überqueren.

(APA)

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