Wiener Anwalt Gabriel Lansky weist Spitzelvorwürfe in Aliyev-Affäre zurück

Wiener Anwalt Lansky weist Spitzelvorwürfe in Aliyev-Affäre zurück
Wiener Anwalt Lansky weist Spitzelvorwürfe in Aliyev-Affäre zurück ©APA/ORF/Milenko Badzic
Der Wiener Rechtsanwalt Gabriel Lansky hat sich erneut gegen Vorwürfe verteidigt, er habe die österreichischen Behörden bespitzelt. Die ZiB2 berichtete am Donnerstag von einem Vorgang im Jahr 2011, bei dem eine Privatdetektei im Auftrag Lanskys das Bundeskriminalamt in Wien beschattete.

Lansky bestätigte gegenüber dem ORF den Vorgang. Im Visier der Observation seien aber nicht die österreichischen Behörden, sondern kasachische Verdächtige gestanden, sagte er. “Diesem Ermittlungszweck hat dieser Beschattungsauftrag gedient. Das ist insgesamt moralisch vollkommen in Ordnung.”

Wiener Anwalt Lansky weist Spitzelvorwürfe zurück

Die Behörden ermitteln gegen Lansky wegen des Verdachts auf Unterstützung eines ausländischen Geheimdienstes zum Nachteil Österreichs. Der Wiener Anwalt ist eine Schlüsselfigur in der Affäre um den kasachischen Ex-Botschafter und früheren Präsidenten-Schwiegersohn Rakhat Aliyev (nun Shoraz). Der Wiener Anwalt vertritt einen Verband der Witwen von kasachischen Bankmanagern, deren Ehemänner auf das Geheiß’ Aliyevs getötet worden sein sollen. Aliyev, der mittlerweile in Malta lebt, weist die Vorwürfe zurück und wirft den Opferverband Tagdyr vor, vom kasachischen Geheimdienst finanziert zu werden. Als Erfüllungsgehilfe Kasachstans diene Lansky, so Aliyev.

Nach Angaben der “Presse” interessiert sich auch das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) für die Beziehungen Lanskys zu Kasachstan. Das BVT untersuche, ob Lansky und Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) den kasachischen Geheimdienst KNB mit vertraulichen Informationen gefüttert haben könnten, so das Blatt in seiner Ausgabe vom Sonntag.

(APA)

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