Wiener „Modefestspiele“: Auszeichnungen für Jungdesigner

Zum sechsten Mal in Folge wird Wien ein Mal im Jahr zur großen Präsentationsplattform für junge Modeschaffende.

Rund um die Vergabe der Österreichischen Modepreise stellen sich aufstrebende Designer im Rahmen von „Festspielen“ vor: Das 7 festival for fashion & photography lädt von 16. bis 24. Juni zu Catwalkschauen, Kollektionspräsentationen, Ausstellungen und Partys.

Ausgezeichnet: Den Modepreis des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur, ein Arbeitsstipendium bei einem internationalen Designer, geht an zwei Studentinnen der Wiener Universität für angewandte Kunst. Malin Troll ließ sich vom Stanley Kubrick-Filmklassiker “2001. Odyssee im Weltraum“ zu ihrer Damenkollektion inspirieren, was sich im freien Spiel mit Falten und symbolhaften „Abwehrschildern“ ausdrückt. Die Wienerin Nora Berger (23) orientierte sich bei ihren jüngsten Entwürfen am klassischen Schachspiel. Vor allem die ebenso mächtige wie flexible Königin hat es ihr angetan.

Der Modepreis der Stadt Wien geht an das Label Eric Rainer, 2006 von Rainer Milalkovits gegründet. Der gebürtige Burgenländer, ebenfalls Absolvent der Angewandten, präsentiert klassisch edle Damenmode mit raffinierten Details. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll ihm die Teilnahme an einer internationalen Modemesse ermöglichen. Der Kontakt. Fashion Award der Erste Bank würdigt den Serben Slobodan Mihajlovic, dessen Modelle mit überraschenden Einblicken zu glänzen wissen.

Der Preis für Internationale PR, den die Tageszeitung „Die Presse“ mit 15.000 Euro stiftete, beinhaltet die Vermittlung an eine internationale Presseagentur. Diese Auszeichnung ging an das Label mit dem unaussprechlichen Namen House of the very island’s royal club division middlesex klassenkampf but the question is where are you, now?. Dahinter verbergen sich Markus Hausleitner, Martin Sulzbacher, Jakob Knebl und Karin Krapfenbauer.

2002 als Austrian Fashion Week gegründet, hat sich die von der Plattform Unit F büro für mode ins Leben gerufene Veranstaltung von einem Mode-Galaabend zu einer Festivalwoche entwickelt. Heuer starten die Modefestspiele am 16. Juni mit der Präsentation der Preisträger des so fresh. the jewellery award by Pierre Lang (Semper Depot).

Ein neuer Programmpunkt (18. 6.) ist die Vorstellung von Kollektionen in einigen Wiener Geschäften (Mühlbauer, Nachbarin, Song, Park). Auch im Guerilla Store in der Gumpendorferstraße 56 wird eine Auswahl gezeigt. Unter den heimischen Labels, die sich beim 7 festival präsentieren, sind eva blut, flor de illusion, Hartmann Nordenholz und petar petrov

Ein Höhepunkt ist die Schau der Abschlussklasse der Universität für angewandte Kunst am 21. 6 (Stadthalle). Tags darauf erfolgt die Verleihung der Österreichischen Modepreise (Stadthalle), umrahmt von Shows von Brandmair, rosa mosa und Ute Ploier. Am Samstag und Sonntag (23. und 24. 6.) lädt die Angewandte zur Ausstellung ihrer Arbeiten ins MAK-Gegenwartskunstdepot am Dannebergplatz. Dazwischen gibt es immer wieder Partys, u.a. am Wiener Badeschiff.

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