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Wien zählt 1.000. Verpartnerung: Zeichen der Liebe und Politstatement

Wien zählt 1.000. Verpartnerung
Wien zählt 1.000. Verpartnerung ©DPA
In Wien gibt es seit 2010 die Möglichkeit der Eingetragenen Partnerschaft. Mit Anna Palienko und Claudia Friesinger feiert nun das bisher 1.000. homosexuelle Paar seine Verpartnerung.

Die beiden jungen Frauen verstehen diesen Schritt nicht nur als “Zeichen für unsere Beziehung und Liebe”, sondern auch als politisches Statement, sagten sie am Mittwoch bei einem Medientermin.

Verpartnerungen in Wien

In der Bundeshauptstadt gaben sich bis dato 663 schwule und 337 lesbische Paare das Ja-Wort. Den Großteil der Verpartnerungen schlossen Menschen zwischen 31 und 40 Jahren. Palienko und Friesinger, die seit sechs Jahren zusammen sind, liegen mit ihren 25 bzw. 27 Jahren noch etwas unter dieser Marke.

Die Verpartnerung diene natürlich auch der rechtlichen Absicherung für ein gemeinsames Leben, erzählten die beiden heute. Wiewohl sie natürlich im Vorfeld schon darüber gesprochen hätten, ob es sich bei der Eingetragenen Partnerschaft nicht um eine “Zweite-Klasse-Ehe” handle.

Wien zählt 1.000. Verpartnerung

“Eine Gleichstellung zur Ehe wäre natürlich sehr wünschenswert. Vielleicht ist es dann bei der 2.000. Verpartnerung so weit”, zeigte sich das Liebespaar optimistisch und plädierte vor allem für Verbesserungen im Bereich Kinder und Familie. Die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) bekräftigte aus diesem Anlass ihren Appell an den Bund, hier entsprechende Gesetzesänderungen anzugehen.

Widerstände gegen die Hochzeitswünsche habe es dank “coolem Freundeskreis” nicht gegeben. Auch familiär habe es “kaum Gegenstimmen” gegeben. Im Alltag erfährt das lesbische Paar aber immer wieder Diskriminierungen: “Da wird man schon öfter blöd angeschaut oder jemand schreit einem was nach.” Im Vorfeld der offiziellen Feierlichkeit am Freitag plagten die Frauen die üblichen Heiratssorgen – etwa, ob sich die Brautkleider eh nicht in den Weißtönen schlagen: “Sonst sind die Hochzeitsfotos zum Schmeißen.”

(APA)

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