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Wien will Energieverbrauch bis 2050 deutlich senken

Wien will Energieverbrauch bis 2050 um 40 Prozent senken
Wien will Energieverbrauch bis 2050 um 40 Prozent senken ©VIENNA.AT
Die Stadt Wien will den Energieverbrauch in den kommenden Jahrzehnten massiv drosseln. Angelehnt an Strategieziele der EU nimmt man sich eine Senkung von 40 Prozent bis zum Jahr 2050 vor.

Dieser Wert sei – trotz prognostizierten Wachstums der Bundeshauptstadt – durchaus realistisch, zeigte sich die zuständige Stadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Donnerstag zuversichtlich. Kennzahlen des aktuellen Energieberichts zeigten, dass man auf einem guten Weg sei, sagte die Ressortchefin bei der heutigen Präsentation des gut 110-seitigen Druckwerks.

Der inzwischen zweite Bericht illustriert diverse Entwicklungen am Energiesektor – vom CO2-Ausstoß über die Ausstattung von Hausmittel mit Elektrogeräten bis zum Verbrauch von Klimaanlagen – mittels Tabellen und Grafiken, wobei der Zeitraum zwischen 1993 und 2011 unter die Lupe genommen wurde. Aktuellere Daten waren noch nicht verfügbar.

Wien will Energieverbrauch senken

Eine zentrale Erkenntnis: Zwar hat sich der Gesamtenergieverbrauch in Wien in den vergangenen 20 Jahren um 17 Prozent erhöht, seit 2003 sei aber eine Stabilisierung bzw. ein leichter Rückgang erkennbar, versicherte Bernd Vogl, Leiter der MA 20 (Energieplanung). Am stärksten zugenommen hat der Verbrauch im Sektor Verkehr (plus 46 Prozent), gefolgt von Privathaushalten (plus 13). Die Industrie schaffte indes einen Rückgang von zehn Prozent. Insofern gelte es, Effizienzmaßnahmen vor allem auf Gebäude zu fokussieren und den Modal Split weiter in Richtung Rad-, Fußgänger- und Öffi-Verkehr zu steigern.

Trotz stagnierenden Gesamtverbrauchs zeigt die Stromkurve allerdings nach wie vor nach oben – auch in Privathaushalten. Das liegt vor allem daran, dass Computer- und EDV-Systeme in den eigenen vier Wänden stark zugenommen haben. Steigender Stromverbrauch sei auch bei Gefrierschränken, Geschirrspülern, Klimaanlagen und durch Stand-by zu verzeichnen, heißt es im Energiebericht.

“Energiesparen nicht Selbstgeißelung”

“Es geht beim Energiesparen nicht um Selbstgeißelung, sondern man kann viele Strom- und Energiefresser ausschalten, wenn sie nicht gebraucht werden”, so Vassilakou. Wobei der Stromverbrauch in den kommenden Jahren noch weiter steigen werde, prognostizierte Vogl. Das sei aber nicht unbedingt schlecht, weil Teil der Klimastrategie weg von fossilen hin zu erneuerbaren Energieträgern: Denn ein Gutteil der letzteren liefere eben Strom.

Apropos Erneuerbare: Hier hat sich die Stadt ebenfalls einiges vorgenommen. Bis 2050 soll deren Anteil um 40 Prozent erhöht werden. 2011 lag der Wert hier bei elf Prozent – im Vergleich zu fünf Prozent 1993. Generell ist die Stadt aber nach wie vor von fossilen Brennstoffen abhängig. Gas trägt zu 46 Prozent zur Energiegewinnung bei, Erdöl zu 32 Prozent.

Insgesamt will Wien seine CO2-Emissionen bis zur Mitte des Jahrhunderts um 80 Prozent senken. Vassilakou betonte heute, dass die Stadt mit 4.753 Kilowattstunden pro Einwohner schon jetzt den landesweit niedrigsten Jahres-Energieverbrauch habe. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Österreicher benötigt 7.610 Kilowattstunden.

Alle weiteren Informationen dazu gibt es hier.

(APA)

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