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Wien-Simmering: Gekürzte Straßenbahnlinie 6 soll in Geiereckstraße umdrehen

Direkt unter der A23 wird die neue Umkehrschleife für die Linie 6 entstehen.
Direkt unter der A23 wird die neue Umkehrschleife für die Linie 6 entstehen. ©Manfred Helmer/Wiener Linien
Am Donnerstag wurde nach längerem Hin und Her die neue 6er-Schleife in der Geiereckstraße in Wien-Simmering als sinnvollste Variante fixiert.
Widerstand gegen neue Endstation

Die Umsetzung des Öffi-Pakets geht voran, mit der Neugestaltung der Linien 6 und 11 wird bald das nächste Projekt umgesetzt. Da die Linie 11 ab Schulbeginn die Strecke bis nach Kaiserebersdorf übernimmt, dreht die Linie 6 ab Herbst 2019 bereits früher wieder um.

Geplanter Baustart für Umkehrschleife in Wien-Simmering im April

Nachdem mehrere Varianten für eine neue Umkehrschleife geprüft wurden, hat sich die Geiereckstraße in Simmering als beste Lösung für die Fahrgäste herausgestellt. Direkt unter der A23 wird dafür die neue Umkehrschleife entstehen, die ab April gebaut werden soll.

Der heutige Verkehrssicherheitsaudit der MA46 ist positiv verlaufen. Die Vorteile der neuen Schleife: In der Absberggasse haben die Fahrgäste der Linie 6 und der Linie 11 ab Herbst einen direkten Umsteigepunkt zur Linie D. Mit dieser Lösung wird außerdem die Kapazität im stark genutzten Abschnitt zwischen Quellenplatz und Geiereckstraße für die Fahrgäste um bis zu 80 Prozent erhöht.

Linie 11 verbindet ab Herbst Simmering und Favoriten

“Wir denken das Öffi-Netz als Gesamtes und orientieren uns nicht an Bezirksgrenzen sondern an der besten Lösung für unsere Fahrgäste. Aus unserer Sicht ist eine neue Schleife in der Geiereckstraße die beste Variante”, sagt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Wie geplant, nimmt die neue Linie 11 zu Schulbeginn im Herbst 2019 ihren Betrieb auf. Sie verbindet künftig die Bezirke Favoriten und Simmering vom Otto-Probst-Platz bis Kaiserebersdorf und entlastet zusätzlich die hoch frequentierte Linie 6 im Abschnitt Quellenplatz – Reumannplatz – Geiereckstraße.

Simmerings Bezirkschef Stadler skeptisch

Die Pläne der Wiener Linien stoßen beim Simmeringer Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ) weiterhin auf Skepsis. Er befürchte Blockaden für den Verkehr durch geänderte Ampelschaltungen, erklärte er am Donnerstagnachmittag. Sollte für das Projekt ein Bezirksbeschluss nötig sein, was er nicht genau wisse, “könnte es haarig werden”, prophezeite der Bezirkschef. Denn nicht nur seine Fraktion sei skeptisch. “Eine Mehrheit dafür ist keineswegs eine ‘gmahde Wiesn'”, richtete Stadler aus. Er betonte: “Ich habe per se nichts gegen die 6er-Schleife.” Allerdings: Die davon betroffene Geiselbergstraße sei die einzige Ausfallstraße dort und die sei jetzt schon “zu 120 Prozent” überlastet.

Seitens der Wiener Linien gab man sich zuversichtlich, “die letzten Bedenken des Bezirks ausräumen zu können”. Nach derzeitigem Stand würden die Änderungen keinerlei Zeitverzögerung für das Projekt nach sich ziehen, betonte eine Sprecherin.

Die geplanten Streckenänderungen im Detail

Linie 11:
Die Linie 11 ist künftig von Kaiserebersdorf bis zum Otto-Probst-Platz unterwegs. Sie bindet damit Kaiserebersdorf nicht nur an die U3 an, sondern auch an die U1 am Reumannplatz. Der 11er übernimmt große Streckenteile der Linie 6 und ab dem Reumannplatz ersetzt die Linie 11 künftig die Linie 67 bis zum Otto-Probst-Platz.

Linie 71:
Die Linie 71 wird die zweite Straßenbahnverbindung nach Kaiserebersdorf und kehrt damit zu ihren Wurzeln zurück. Sie wird von ihrer derzeitigen Endstelle Zentralfriedhof, 3. Tor wieder nach Kaiserebersdorf verlängert. Erste Arbeiten an der Umkehrschleife in Kaiserebersdorf für eine zweite Straßenbahnlinie wurden bereits gemacht. Mit dem 71er gibt es damit künftig wieder eine Direktverbindung von Kaiserebersdorf in die Innenstadt.

Linie 6:
Die Linie 6 soll mit der Verlängerung der Linie 11 in der Geiereckstraße in Simmering enden. Die neue Umkehrschleife unter der A23 wird ab April gebaut und ist ab Schulbeginn 2019 betriebsbereit. Die Linie 6 wird künftig im stark frequentierten Abschnitt Quellenplatz – Reumannplatz – Geiereckstraße von der Linie 11 entlastet und wird damit insgesamt noch zuverlässiger.

70 Millionen für umfassendes Öffi-Paket

Bis 2020 investieren die Stadt Wien und die Wiener Linien 70 Millionen Euro in den Ausbau und die Beschleunigung des Straßenbahn- und Busnetzes. Der 15A wird durch zusätzliche Busspuren und verbesserte Haltestellen zuverlässiger und schneller. Die Linie D erhält zwei neue Stationen und wird ab Herbst durchs Sonnwendviertel fahren. Auch die Linie O wird verlängert, sie fährt ab 2020 ins Nordbahnhofviertel.

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