Wien Museum: Eröffnung laut Direktor in fünf bis sechs Jahren realistisch

Wien Museum - Kos: Eröffnung in fünf bis sechs Jahren realistisch
Wien Museum - Kos: Eröffnung in fünf bis sechs Jahren realistisch ©APA
Der Direktor vom Wien Museum, Wolfgang Kos, hat am gestrigen Dienstag seiner Freude über die Entscheidung der Stadt, das Ausstellungshaus am Karlsplatz zu belassen und zu erweitern, Ausdruck verliehen.
Museum bleibt am Karlsplatz
Diskussion um Standort

Was den Zeithorizont betrifft, hält Kos eine Fertigstellung in fünf bis sechs Jahren mit Verweis auf vergleichbare internationale Beispiele für realistisch, wie er am Mittwoch sagte.

Ein Zeitraum von zehn Jahren zwischen Vision und Eröffnung sei angesichts ähnlicher Projekte gut. “Alles darunter birgt die Gefahr des Hudelns und nicht seriös Vorbereitens”, wobei der Museumschef betonte, dass im Fall des Wien Museums Neu im Zuge der Standortsuche schon wichtige Vorarbeiten geleistet worden seien.

Kos: Eröffnung in fünf bis sechs Jahren realistisch

Für den projektierten Zubau, für den ein internationaler Architekturwettbewerb für 2015 avisiert wurde, ist Kos für halbe Sachen nicht zu haben. “Da muss großzügig und mutig gebaut werden, die Zeit des Bastelns sollte am Karlsplatz vorbei sein”, hoffte er auf “eines der besten Stadtmuseen Europas”.

Schon in den vergangenen Jahren hatte der Hausherr die räumliche Knappheit des 1959 eröffneten Gebäudes beklagt. Im Zuge des Neubaus sei eine Verdopplung der Ausstellungsfläche auf 6.000 Quadratmeter möglich, wobei sich Kos eine eigene große Ausstellungshalle von 800 bis 900 Quadratmetern wünscht. Diese werde wahrscheinlich unterirdisch Platz finden.

Der räumliche Zuwachs sei wichtig, denn: “Wir brauchen mehr Platz – etwa für Schulklassen, Workshops, Tagungen, Kinderbereiche, eine Freihandbibliothek oder eine Aussichtsterrasse – und bessere Räume, weil wir vieles aufgrund der jetzigen Höhe von 3,80 Meter gar nicht zeigen können.” Inklusive Veranstaltungsbereiche, Foyer und “Backstage”-Museumsbetrieb käme man dann auf 12.000 Quadratmeter.

Ziel für das Wien Museum ist Karlsplatz aufzuwerten

Kos betonte auch, dass die Qualitäten des Haerdtl-Baus herausgearbeitet werden müssten, denn “er wird zugleich das erste Exponat des Wien Museums Neu sein”. Trotz Zubau werde der “qualitätsvolle Eingang” wohl an seiner jetzigen Stelle bleiben.

Ziel aus der Sicht des Museumschefs muss es auch sein, den Karlsplatz insgesamt aufzuwerten. Schließlich seien Museen “wichtige Standortfaktoren für den internationalen Tourismus und das Stadtmarketing”. Man müsse davon wegkommen, die Bundeshauptstadt “nur durch Klimt, Sisi und klassische Musik” zu bewerben.

(APA)

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