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Wien-Margareten: CO-Unfall endet tödlich

Der Mann verstarb noch an der Einsatzstelle.
Der Mann verstarb noch an der Einsatzstelle. ©APA/JAKOB GRUBER
Freitagnacht sackte ein Mann im Badezimmer seiner Wohnung zusammen. Der Mann wurde von der Rettung ins Freie gebracht und ein CO-Alarm wurde ausgelöst. Der Mann konnte nicht mehr reanimiert werden.

Ein Kohlenmonoxid-Unfall ist in der Nacht auf Samstag in Wien-Margareten für einen Jugendlichen tödlich ausgegangen. Die Eltern fanden ihren 16-jährigen Sohn leblos im Badezimmer liegend, als sie nach Hause kamen. Das berichteten die Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr und der Berufsrettung, Christian Feiler und Daniel Melcher.

Wien-Margareten: Reanimation blieb erfolglos

Laut Feiler hatten die Eltern gegen 23.30 Uhr die Einsatzkräfte kontaktiert. Während Rettungsmitarbeiter den Jugendlichen ins Freie brachten und dort zureanimieren versuchten, begannen die Feuerwehrleute mit der Kontrolle von weiteren Wohnungen in dem Gebäude in der Margaretenstraße. Einige Appartements wurden gewaltsam geöffnet, in eine Wohnung drangen die Feuerwehrleute über eine Drehleiter ein. Die Reanimation blieb unterdessen erfolglos, der 16-Jährige war noch am Einsatzort gestorben.

Wien-Margareten: Mobiles Klimagerät dürfte Unfall verursacht haben

Feiler zufolge entdeckten die Feuerwehrleute in der Unfallwohnung eine Gastherme sowie ein mobiles Klimagerät. Dessen Betrieb dürfte in Verbindung mit der Therme zu dem Unfall geführt haben. Der Feuerwehrsprecher warnte daher vor dem Betrieb solcher Klimageräte im Sommer in Verbindung mit Gasthermen. Thermen seien unter normalen Umständen absolut sicher.

Thermen können unter besonderen Umständen zur Gefahr werden

Probleme können allerdings auftreten, wenn die Thermen oder die Rauchfänge schlecht gewartet sind oder es besonders heiß ist und Ventilatoren die Luft aus der Wohnung saugen - etwa durch den Betrieb einer Dunstabzugshaube oder eben eines mobilen Klimageräts. Oft blasen diese die Abluft über einen Schlauch ins Freie, zum Beispiel über ein mit einer Spezialdichtung abgedichtetes gekipptes Fenster. Dann bekommt die Therme zu wenig Verbrennungsluft und die Folge ist das Entstehen von Kohlenmonoxid. Zusätzlich kann das Problem durch die immer bessere Abdichtung der Fenster und Türen, was noch mehr die Luftzirkulation hemmt, verschärft werden.

Feiler riet daher, beim Betrieb der Gastherme, etwa beim Duschen oder Geschirr Abwaschen, Fenster und Türen zu dem Raum zu öffnen, in dem die Therme steht. Auch die hohen Temperaturen begünstigen per se CO-Unfälle, so der Feuerwehrsprecher: Durch die Hitze kann sich in Rauchfängen eine Art Luftstoppel bilden. Weil die Außentemperaturen zu groß sind, sind die Abgase im Vergleich dazu nicht heiß genug und ziehen daher nicht nach oben ab. Nicht zuletzt deshalb ist die Wartung der Thermen und Rauchfänge wichtig. "Außerdem sollte man den Rauchfangkehrer kontaktieren, wenn neue Türen und Fenster eingebaut werden", sagte Feiler. Dieser überprüft, ob die Therme noch genug Verbrennungsluft bekommt.

Bei Gefahr: Rettung und Feuerwehr verständigen

Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein farb- und geruchloses Gas. Gelangt es über die Lunge in den Blutkreislauf, bindet es sich an die roten Blutkörperchen und verhindert den Sauerstofftransport im Körper. Der Organismus erstickt innerlich. Symptome einer leichten Kohlenstoffmonoxidvergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Symptome. Wenn solche Symptome auftreten, sollte man sofort den gefährdeten Bereich verlassen und Rettung und Feuerwehr verständigen.

(APA/Red)

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