Wien-Alsergrund: Saya Ahmad ist die neue Bezirksvorsteherin

Saya Ahmad ist die neue Bezirksvorsteherin von Wien-Alsergrund.
Saya Ahmad ist die neue Bezirksvorsteherin von Wien-Alsergrund. ©Markus Sibrawa
Saya Ahmad wurde am Mittwoch bei der Sitzung der Bezirksvertretung Alsergrund zur neuen Bezirksvorsteherin des 9. Bezirks gewählt.

Angelobt wurde sie von Stadtrat Peter Hacker. “Der Alsergrund ist der soziale Vorzeigebezirk Wiens, dieses Profil möchte ich schärfen und ausbauen”, sagte Saya Ahmad.

Die gebürtige Irakerin ist 34 Jahre alt und flüchtete 1991 nach Österreich. Im Jahr 2004 kam sie nach Wien und studierte Internationale Entwicklung. Ahmad engagierte sich in der Jungen Generation der SPÖ Wien und ist Vorsitzende der SPÖ-Frauen Alsergrund. Seit 2013 ist sie Bezirksrätin und stellvertretende Klubobfrau im 9. Bezirk. Beruflich war Ahmad im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Sie folgt Martina Malyar als Bezirksvorsteherin nach, die ihr Amt nach 15 Jahren im Juni zurückgelegt hatte.

Saya Ahmad ist neue Bezirksvorsteherin von Wien-Alsergrund

“Ich möchte eine Bezirksvorsteherin für alle sein und werde für die Anliegen der Menschen im Bezirk ein offenes Ohr haben. Durch regelmäßige Grätzeltouren, Sprechstunden im öffentlichen Raum und den Einsatz digitaler Medien werde ich für alle erreichbar sein. Gemeinsam werden wir daran arbeiten, dass der Alsergrund fit für die Zukunft ist.”

Mit der Bebauung des Althangrundes und dem U-Bahnbau stehen in den nächsten Jahren große Herausforderungen für den Alsergrund an. Wichtig ist Ahmad, dass die Chancen, die diese Entwicklungen bieten, für den Bezirk auch genutzt werden: “Der neue Althangrund muss ein Grätzel werden, das für alle nutzbar ist, nicht nur für einige wenige. Die Parkfläche wird allen zugänglich sein und Durchgänge  sollen das Lichtental mit der Spittelau verbinden.” Beim U-Bahnbau will sie sich dafür einsetzen, dass die Belastungen möglichst gering ausfallen. Außerdem müsse darauf geachtet werden, dass auch die Plätze rund um die Stationen mitgedacht würden.

Mit dem AKH und zahlreichen universitären Standorten ist der Alsergrund jener Teil der Stadt, in dem – wie nirgends anders in Österreich – die Spitzenmedizin zuhause ist. Die Bezirksvorsteherin will sich außerdem für ein neues Primärversorgungszentrum am Althangrund einsetzen.

Als weiteren wesentlichen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht Ahmad den Einsatz für Kinder und Jugendliche. Eine “Bezirksjugendvertretung” soll den Dialog und auch Ideen für ein gutes Zusammenleben im Bezirk fördern. Dazu will Ahmad Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Orten und Gruppen zusammenbringen.

Sozialbudget soll aufgestockt werden

Mit einem eigenen neuen Sozialberatungstag und der Aufstockung des Sozialbudgets will die Bezirksvorsteherin den Schwächsten unter die Arme greifen: “Gerade in Zeiten des scharfen Gegenwinds durch die schwarzblaue Bundesregierung soll der Alsergrund ein Bollwerk für die Schwächeren der Gesellschaft sein. Dazu braucht es eine geradlinige Politik mit Haltung. Der Alsergrund ist der soziale Vorzeigebezirk Wiens, dieses Profil möchte ich schärfen und ausbauen. Für die Alsergrunderinnen und Alsergrunder brauchen wir mehr: Mehr Bildung, mehr Gesundheit, mehr Lebensqualität.”

(Red.)

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