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Wieder Schieflage bei Bug-Alu

Bei der Kennelbacher Bug-Alu-Technic ist, leider muss man sagen: wieder einmal, Feuer am Dach. Am Montag informiert Strabag die Belegschaft - gewaltiger personeller Aderlass.

Kennelbach – Der zur Jahresmitte rückwirkend per Jahresanfang vom Bauriesen Strabag zu 100 Prozent übernommene Fassadenbau-Spezialist soll derart mit Problemen zu kämpfen haben, dass Strabag-Vorstand Eduard Dusek die Bug-Alu-Belegschaft für Montag zu einer „Informationsversammlung“ vergatterte.

„So düster wie jetzt hat es auftrags- und beschäftigungsmäßig weder jemals zu Eckstein- noch zu Grossnigg-Zeiten ausgesehen. Viele gute Leute wurden gegangen oder gingen selbst, weil die neu angebotenen Arbeitsverträge für sie unzumutbar wären. Von Personalaufstockung oder gar -verdoppelung, wie sie von Strabag anlässlich der Übernahme bis 2009 in Aussicht gestellt wurde, kann keine Rede sein.“ Solche Wortmeldungen, aus dem Firmenumfeld bzw. von ehemaligen oder nach wie vor aktiven Bug-Alu-Mitarbeitern an uns herangetragen, lassen nicht viel Gutes ahnen. Um beurteilen zu können statt ahnen zu müssen, ersuchten wir selbstverständlich die Strabag-Konzernspitze, uns reinen Wein über die Befindlichkeit ihrer Kennelbacher Tochter einzuschenken. Kommunikationschef Dr. Christian Ebner meinte stellvertretend für den für das Geschäftsfeld Hochbau (bei dem Fassadenfirmen und damit auch Bug-Alu ressortieren) zuständigen Vorstand Dusek: „Der Vorstand wird über Details am Montag mit der Belegschaft reden, ehe wir damit die Medien bedienen. Nur so viel vorab: Es wird positive und weniger angenehme Mitteilungen geben – so wird die Strabag jedenfalls in den Fassadenbau weiter investieren, es wird aber auch Restrukturierungen geben müssen“, verwies der Konzernsprecher auf europaweit situierte Fassadenbauer unterm Strabag-Dach. Obwohl Bug-Alu bei der Übernahme „alles andere als gut da gestanden“ sei, gelte auch hier die Strabag-Strategie, „aus Akquisitionen etwas Größeres zu machen“.

Derzeit scheint es freilich eher in Richtung Verkleinerung zu laufen. Von 190 Beschäftigten noch Mitte Jahr dürften nur mehr knapp 150 ihren Bug-Alu-Job ausüben. An Aufträgen ist, so erzählt man sich’s in der Belegschaft, nach dem Abschluss eines Großprojekts in München und diversen Arbeiten am WIFI-Neubau in Dornbirn keine wirkliches Folgegeschäft in Sicht. Angeblich wurde die Kalkulation bereits ins Strabag-Headquarter nach Wien abgezogen, es könnten weitere Organisationsabschnitte folgen. Aus diesem Grund sei sogar die Vermietung von in Kennelbach nicht mehr benötigten Raumkapazitäten angedacht worden. Wie drunter und drüber es in der unmittelbaren Nachbarschaft des beschaulichen Achufers wirklich geht, sei schließlich daran ablesbar, dass man sich von Geschäftsführer Bertram Renn schon länger getrennt hat, dass sein Kollege Andreas Fauland „vor dem Absprung steht“ (ein Mitarbeiter), sodass mit Jörg Dahmen bereits ein Nachfolge-Geschäftsführer berufen werden musste.

Bug-Alu-Facts

  • Umsatz zuletzt: 35 Mill. Euro
  • Mitarbeiter: derzeit ca. 150, noch 1999/2000 waren es rund 400 Beschäftigte
  • Bug-Alu-Technic wurde im April 2005 von einer Investorengruppe um Erhard Grossnigg gekauft, Mitte 2006 wurde die Strabag Alleineigentümerin
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