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Wieder Missbrauchsprozess in Wien

Symbolfoto &copy bilderbox
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Tochter angeblich missbraucht und Fotos ins Internet gestellt - 47-jähriger Wiener wies alle Vorwürfe zurück - der Prozess wurde vertagt.

Ein 47-jähriger Wiener hatte sich heute, Montag, vor einem Schöffensenat im Straflandesgericht (Vorsitz: Johannes Jilke, Staatsanwältin Michaela Schnell) zu verantworten, weil er seine zehnjährige Tochter mehrmals sexuell missbraucht haben soll. Laut Anklage schoss er während dessen mit einer Digitalkamera auch Fotos, die er danach ins Internet stellte. Der Mann wies sämtliche Vorwürfe zurück. Die Verhandlung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.

„Ich hatte ein traumhaftes Verhältnis zu meiner Tochter“, erklärte der Angeklagte. Lediglich in Bezug auf Schulisches sei er „knallhart“ gewesen: „Sonst hatte sie alle Freiheiten.“ Angerührt habe er das Mädchen nie. „Ich kann mir nur vorstellen, dass sie schwer enttäuscht von mir war“, kommentierte er die Anschuldigungen.

Vater hat sich immer “sehr gekümmert”

Nach der Scheidung von seiner Ehefrau hatte der Vater das Sorgerecht zugesprochen bekommen. Selbst die Mutter pflichtete im Zeugenstand dem Tenor der Verteidigung bei, dieser habe sich immer sehr um das Kind gekümmert.

Als die Zehnjährige im vergangenen Juni jedoch für ein paar Tage nach Wien auf Besuch kam – der 47-Jährige war nach Ungarn gezogen, hatte sich dort wieder verliebt und plante, mit der Tochter und der neuen Freundin in absehbarer Zeit in Rumänien ganz neu anzufangen -, erklärte sie der Mutter, sie werde jetzt „endgültig“ bei ihr bleiben: „Ich hab’ mit dem Papa Sex haben müssen.“

“Zusätzliches Einkommen”

Laut Anklage bekam das Kind davor Alkohol verabreicht, um „lockerer“ zu sein. Der Papa habe ihr erklärt, er wolle sich ein „Einkommen“ verschaffen, so die Zehnjährige auf einem Videoband, das man im Vorverfahren im Beisein einer Kinderpsychologin mit ihr aufgenommen hatte. Neben den Fotos habe sie auch Telefon-Sex mit fremden Männern gehabt: Der Vater habe ihr voll geschriebene Zettel vorgelegt, die sie dann vorlesen musste, so das Mädchen weiter.

Das Gericht will jetzt den PC des Mannes, der sich zuletzt mit Gelegenheitsarbeiten und der Unterstützung seiner Ex-Frau finanziell über Wasser hielt, auf allfällige Spuren untersuchen lassen. Es sollen auch noch Nachforschungen in Ungarn getätigt werden. Der 47-Jährige bleibt vorerst in U-Haft.

Redaktion: Elisabeth Skoda

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