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Werberat: Beschwerden-Dauerbrenner bleibt auch 2013 sexistische Werbung

Für dieses Video kassierten die Grünen eine Beschwerde beim Werberat
Für dieses Video kassierten die Grünen eine Beschwerde beim Werberat ©YouTube (Screenshot)
Die Dauerbrenner für den Österreichischen Werberat (ÖWR) waren auch 2013 wieder nackte Haut und geschlechterdiskriminierende Sujets - etwa im "Gleichstellung"-Video der Grünen. Die große Beschwerdeflut blieb allerdings aus, ging die betreffende Zahl im Vergleich zum Vorjahr doch von 347 auf 211 zurück.
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Erfreut zeigte sich ÖWR-Vizepräsidentin Roswitha Hasslinger bei der Bilanzpressekonferenz des Werberates angesichts eines “pädagogischen Effekts”.

Unternehmen zogen sexistische Werbung zurück

So haben in 18 Fällen die Unternehmen Sujets sofort zurückgenommen, nachdem sie vom Rat kontaktiert wurden und noch bevor es zu einer Entscheidung durch die Gremien gekommen ist. “Hier erkennt man durchaus Einsicht bei den Betroffenen”, so Hasslinger.

In zehn Fällen wurden Kampagnen mit einem “Stopp” belegt, auch dies ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2012. 17 Sensibilisierungsaufforderungen standen wiederum 52 Fälle ohne Grund zum Einschreiten sowie weitere 43 Fälle, für die der Rat aus unterschiedlichen Gründen nicht zuständig war, gegenüber.

“Geschlechterdiskriminierende Werbung”: 100 Beschwerden

Das Ranking der Themen führte zum wiederholten Male “Geschlechterdiskriminierende Werbung” mit 100 Beschwerden an, gefolgt von “Ethik und Moral” (33 Beschwerden), “Irreführung und Täuschung” (16 Beschwerden) und “Gewalt” (14 Beschwerden).

Bei den betroffenen Mediengattungen rangierten TV-Spots (32 Nennungen) vor Plakat und Printanzeigen (je 27 Nennungen). Laut Hasslinger stark im Steigen begriffen sind Beschwerden bezüglich Werbung im Internet, die zu 18 Entscheidungen führten, während es im Vorjahr noch 14 waren.

Neuigkeiten beim Österreichischen Werberat

Die Rückschau im Rahmen des Pressegesprächs am Dienstag nutzte ÖWR-Präsident Michael Straberger auch, um über Neuigkeiten beim Werberat zu berichten: So läuft noch bis Ende des Monats ein Forschungsprojekt zur Einrichtung eines Gremiums mit jungen Werberäten. Derzeit umfasst es 43 Werberäte unter 25 Jahren, die parallel zu den amtierenden Räten Entscheidungen treffen. “Die erste Tendenz zeigt, dass es in der Wahrnehmung durchaus Unterschiede gibt”, so Straberger. Anfang März will man über den weiteren Verlauf des Projekts informieren.

Weiterhin förderwürdig: das Pro-Ethik-Siegel

Seit vergangenem Jahr hat man zudem die eigene Zuständigkeit erweitert: Partei- und wahlpolitische Werbung wird zwar nach wie vor nicht behandelt, allerdings widmet man sich nun Informationen an Bürger seitens öffentlicher Stellen des Bundes und der Länder. Das Ende 2012 eingeführte Pro-Ethik-Siegel als “sichtbares Qualitätszeichen” für Unternehmen und Agenturen, bisher 55 Mal vergeben, will man weiter fördern. “Wir haben uns vorgenommen, heuer auf die 200 zuzugehen”, betonte Straberger. “Damit wollen wir Grundlagen von Ethik und Moral in die Unternehmen hineintragen.”

Bewusstsein für Problematik wächst

Bewusstseinsbildung wird auch bei den Feldern “Umfeldwerbung” und “Retusche” betrieben. Ersteres betrifft Webseiten, auf denen Online-Werbung stattfindet. Aufgrund automatisierter Platzierungen kann es hier zu Problemen kommen, ohne dass sich Agenturen und Unternehmen dessen bewusst sind. In erster Linie sprach Straberger damit Seiten mit illegalen Inhalten an. Gemeinsam mit dem Verein für Anti-Piraterie der Film- und Videobranche (VAP) sowie dem Fachverband Film- und Musikindustrie werde man eine entsprechende Info-Offensive weiter vorantreiben. Die ersten Rückmeldungen der Wirtschaft seien durchaus positiv gewesen.

Wichtiges Tool: Retusche-Barometer

Ein interaktives Tool ist wiederum der “Retusche-Barometer”, der auf der Homepage des Werberates verfügbar ist. Das in Zusammenarbeit mit dem Frauenministerium entstandene Projekt soll zeigen, “welche Problematik in diesem Bereich steckt”, so Straberger.

Vor allem Jugendlichen soll damit vor Augen geführt werden, wie Bild-Sujets nachträglich verändert werden, um bestimmten Schönheitsidealen zu entsprechen. Einzelne Werbungen können dabei vom User beurteilt werden, im Anschluss erfährt man die dazugehörige Entscheidung des Werberates. Damit richte man sich nicht zuletzt an pädagogische Einrichtungen.

Weitere Infos zum Österreichischen Werberat finden Sie hier.

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