Wer wird neuer Chef in Wiens BZÖ?

Um den Posten des Wiener BZÖ-Chefs droht vermutlich eine Kampfabstimmung beim außerordentlichen Konvent am Samstag.

Alle Bemühungen, sich auf einen Wunschkandidaten zu einigen, hätten nicht gefruchtet, hieß es aus der Partei am Donnerstag gegenüber der APA. Zur Wahl stehen der Rechtsanwalt Alexander Scheer und der ehemalige FPÖ-Klubdirektor im Rathaus, Michael Tscharnutter.

Der Rücktritt Günther Barnets als Wiener BZÖ-Chef hat die Suche nach einem Nachfolger notwendig gemacht. Dem vorausgegangen war ein Streit mit Bundesparteiobmann Westenthaler. Barnet war bereits aus der Partei ausgeschlossen gewesen. Am Ende kam es dann doch zu einer einvernehmlichen Lösung: Der Ausschluss wurde rückgängig gemacht, Barnet verzichtete freiwillig auf den Obmann-Sessel. Seitdem leitet Herbert Scheibner interimistisch das BZÖ Wien, Helene Partik-Pable kümmert seitdem um die Suche nach einer neuen Führung.

Dass Tscharnutter Favorit der Bundespartei – also von BZÖ-Chef Peter Westenthaler – sei, wollte der Wiener Parteisprecher Klemens Rehse nicht bestätigen. „Sonst bräuchten wir den Konvent nicht, das wäre dann eine reine Abfertigungsmaschinerie.“ Und auch einen kompletten Wechsel der Wiener Parteispitze unter einem neuen Obmann schließt man aus. „Es wird keine Veränderungen geben“, so Rehse.

Das BZÖ Wien verbuchte bei den Gemeinderatswahlen 2005 unter Spitzenkandidat Hans-Jörg Schimanek gerade einmal 1,15 Prozent der Stimmen – und lag damit hinter der KPÖ. Bei der Nationalratswahl konnten die Wiener Orangen, diesmal unter Spitzenkandidat Barnet, zwar einen etwas höheren Stimmenanteil erringen, das Ergebnis blieb aber mit 1,82 Prozent dürftig.

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