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Weitere Einvernahme nach Terror-Verdacht in Wien: 12-Jähriger befragt

Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler anlässlich einer Pressekonferenz.
Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Konrad Kogler anlässlich einer Pressekonferenz. ©APA
Nach der Verhaftung des 17-jährigen Terorverdächtigen in Wien kam es zu einer weiteren Einvernahme einer Kontaktperson. "Es handelt sich dabei um einen Unmündigen", wie der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Konrad Kogler am Montag in einer Pressekonferenz mitteilte.
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Bei der Kontaktperson soll es sich um einen Unmündigen (unter 14 Jahre alt) handeln, der sich im Inland aufgehalten haben soll. Unterdessen ist gegen den 17-jährigen Hauptverdächtigen seitens der Staatsanwaltschaft der Antrag auf Untersuchungshaft gestellt worden. Nach Ansicht der Behörde besteht Verdunkelungs- und Fluchtgefahr. Das teilte Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Konrad Kogler am Montag in einer Pressekonferenz mit.

Terrorverdächtiger hatte Kontakt zu 12-Jährigem

Dass immer jüngere Personen radikalisiert werden, sei ein international bekanntes Phänomen, aber in Österreich neu, sagte Konrad Kogler, der Generaldirektor für die Öffentliche Sicherheit. Die Fragen, was dem Kind konkret vorgeworfen wird, blieb offen. Der strafunmündige Bub und der beschuldigte 17-Jährige hätten über das “eine oder andere intensiv kommuniziert”.Weitere Angaben dazu machte Kogler nicht. Dem Vernehmen nach haben sich der Zwölfjährige – die Information der “Kronen-Zeitung” zum Alter wurde bestätigt – und der knapp 18-Jährige über Waffen ausgetauscht. Der strafunmündige Verdächtige sei an einem Ort untergebracht, an dem er unter Kontrolle stehe, betonte Kogler.

Ob über den beschuldigten 17-Jährigen die U-Haft verhängt wird, wird im Landesgericht für Strafsachen am Dienstag,entschieden, sagte dessen Sprecherin Christina Salzborn der APA. “Ich gehe davon aus, dass er in Einzelhaft untergebracht wird”, sagte Christian Pilnacek, Leiter der Strafrechtssektion im Justizministerium, bei der Pressekonferenz im Innenministerium.

Ermittlungen rund um 17-jährigen Wiener Terrorverdächtigen

Wann der 17-Jährige radikalisiert wurde, ist laut Kogler noch Gegenstand von Ermittlungen, wobei aber die Frage, welche potenzielle Gefahr von ihm ausging, Vorrang habe. Der 17-Jährige, gegen den schon mehrere Strafverfahren liefen, war auf Bewährung aus der Haft entlassen worden. Die Frage, ob er möglicherweise in der Strafhaft radikalisiert wurde, blieb offen.

Der mögliche Bezug des Jugendlichen zum Terrornetzwerk “Islamischer Staat” (IS) ist nach Darstellung des Generaldirektors für die Öffentliche Sicherheit noch Gegenstand von Ermittlungen. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) hatte im ORF-Morgenjournal gesagt, der 17-Jährige habe den IS unterstützt. Die Aussage des Ministers, der Jugendliche habe über ein “richtiges Kommunikationsnetz” verfügt, was zeige, dass der Terrorverdächtige “dementsprechend ein Gewicht hat”, relativierte Kogler: Für eine Bewertung, auf welcher Hierarchiestufe er stand, sei es noch zu früh.

Ob die zwei Wochen, die der Beschuldigte im Dezember in Neuss bei einem nun ebenfalls festgenommenen 21-Jährigen verbrachte, dessen einziger Deutschland-Aufenthalt war, ist nach Darstellung der Behörden ebenfalls noch Gegenstand von Ermittlungen.

Die Ermittlungen unter Leitung des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung laufen intensiv und in Kooperation mit den deutschen Strafverfolgungsbehörden. “Es wird eine Unzahl an Vernehmungen durchzuführen sein”, sagte Pilnacek. Man will ein umfassendes Lagebild erhalten.

Die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen in Wien bleiben bis zum Abschluss dieser Ermittlungen aufrecht, wie der stellvertretende Landespolizeidirektor Karl Mahrer neuerlich betonte. Das bedeutet unter anderem mehr Polizei in U-Bahn-Stationen, Verkehrsknotenpunkten und Einkaufszentren.

Slowakischer Sicherheitsexperte warnt vor Islamisten in Österreich

Nach der Festnahme des Terrorverdächtigen in Wien hat ein slowakischer Sicherheitsexperte vor der möglichen Gefahr radikaler Islamisten in Österreich für sein Land gewarnt. Die “gefährliche Konzentration” islamistischer Extremisten in Österreich stelle auch für die Slowakei ein “potenzielles Sicherheitsrisiko” dar, so der Ex-Geheimdienstchef Igor Cibula laut Nachrichtenportal Topky.sk am Montag.

Anhand “seiner Informationen aus österreichischen Sicherheitskreisen” habe er bereits vor einem Monat darauf hingewiesen, dass die Anzahl von Anhängern des radikalen Islams unter Muslimen in Österreich in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen habe, erklärte der frühere Chef des slowakischen Nachrichtendienstes SIS. Vor allem Jugendliche würden von ihnen mit jihadistischer Ideologie infiziert und zu Terrortaten angestachelt.

Die Festnahme des Terrorverdächtigen vergangenen Freitag in Wien sei jedenfalls nicht die erste Festnahme eines islamistischen Extremisten in Österreich gewesen, so Cibula, der unter anderem die Festnahme eines Marokkaners vergangenen Dezember in einem Flüchtlingsheim in Salzburg als Beispiele nannte.

(APA/Red)

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