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8. Dezember: Mariä Empfängnis. Was wird gefeiert?

Was wird am 8. Dezember gefeiert?
Was wird am 8. Dezember gefeiert? ©Pixabay/MichaelGaida
Neun Monate vor dem Fest "Mariä Geburt" (8. September) feiert die katholische Kirche das Fest Mariä Empfängnis. Damit soll auf die Erwählung Mariens hingewiesen werden und ihre Zeugung ohne die sonst auf allen Menschen lastende Erbsünde.
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Denn Maria war – nach christlichem Verständnis – von Anbeginn dazu berufen, den Messias zur Welt zu bringen.

Der 8. Dezember ist der Tag, der an die so genannte “Unbefleckte Empfängnis” erinnert. Diese Bezeichnung ist irreführend, weil damit angedeutet werden könnte, Geschlechtsakt und Empfängnis seien etwas “Befleckendes”. Diese Sicht ist aber, auch wenn es gelegentlich so wirkt, gar nicht Teil der offiziellen Lehre der katholischen Kirche.

“Unbefleckte Empfängnis” erst seit 1854

Das Dogma der “Unbefleckten Empfängnis” ist nicht ursprünglich in der Heiligen Schrift enthalten. Papst Pius IX. verkündete dieses Dogma im Jahre 1854 in seiner Bulle “Ineffabilis Deus” (der “unbegreifliche Gott”). “Unbefleckt” bedeutet in diesem Zusammenhang nicht etwa “ohne Berührung”, sondern “ohne Erbsünde”.

“Erbsünde”

Mit “Erbsünde” ist gemeint, dass der Mensch nicht nur persönlich sündigt, sondern dass er unter vielen zum Teil ungünstigen Bedingungen lebt, denen er ausgeliefert scheint und die seine Entscheidungen von außen beeinflussen. Der Mensch ist tief in Sünde verflochten, schon bevor er persönlich sündigt. “Sündigen” meint dann nicht in erster Linie, etwas ethisch “Verbotenes” zu tun, sondern in Angst um sich selbst zu leben, anstatt ganz Gott zu vertrauen. Und zwar auch dann noch zu vertrauen, wenn einem scheinbar sinnloses Leid im Leben zustößt.

Maria hat der katholischen Lehre entsprechend ganz “Ja” zu ihrer Erwählung gesagt – auch dann noch, als sie unter dem Kreuz stehend “Gott und die Welt” nicht mehr verstanden hat. Dieses Vertrauen Mariens auf Gott ist exemplarisch. Und darin ist sie eine neue “Eva”, die “Mutter eines neuen Geschlechts” – und zwar ohne die “Erbsünde”.

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