Wahlauftakt der NEOS in Salzburg mit Matthias Strolz

NEOS-Spitzenkandidat Schellhorn gut gelaunt beim Wahlkampfauftakt in Salzburg
NEOS-Spitzenkandidat Schellhorn gut gelaunt beim Wahlkampfauftakt in Salzburg ©APA
Gute Umfragewerte, ein junges Publikum und sowohl ein motivierter Spitzenkandidat wie auch der Bundes-Vorsitzende beflügelten den Wahlkampfauftakt der NEOS in Salzburg am Freitagabend.
NEOS: Wahlkampfauftakt in Salzburg

Die liberale Partei strebt – nach Vorarlberg, Wien, Niederösterreich und Tirol – auch in Salzburgden Einzug ins Landesparlament an. Spitzenkandidat NAbg. Sepp Schellhorn hat schon im Vorfeld angekündigt, dass er gerne auch Landesrat werden möchte.

NEOS-Wahlauftakt in Salzburg mit Matthias Strolz

Eingeladen haben die Pinken ins Restaurant “M32” über den Dächern der Altstadt, das Schellhorn genauso betreibt wie vier weitere Gastronomiebetriebe im Bundesland und das zu Beginn der Veranstaltung mit rund 100 – vielfach jungen – Besuchern gefüllt war. Unterstützung kam auch von der Bundespartei: NEOS-Vorsitzender Matthias Strolz. Gleich zu Beginn des Abends bat Schellhorn die weiteren Kandidaten auf die Bühne, bevor Strolz zur Rede ansetzte.

Geplant war für die Veranstaltung auch eine Live-Einlage von Schellhorns “Schikanöser Kunst”: Aus Ärger über die Bürokratie, die ihn als Unternehmer begleitet, verbrennt er Behördenbescheide, rührt die Asche zu Farbe und bringt das “Beamtengrau” zu Papier. Mit dem Verkauf der “Schikanösen Kunst” soll Geld für den Wahlkampf aufgebracht werden. Für heute war die Versteigerung eines live gemalten Werkes geplant.

NEOS-Wahlauftakt mit Warnung vor Schwarz-Blau

Mit Rückenwind durch gute Umfragewerte sind die NEOS am Freitagabend offiziell in den Wahlkampf für die Salzburger Landtagswahl am 22. April gestartet. Bundesparteichef Matthias Scholz nahm dabei den Mund durchaus voll: “Wir müssen unsere guten Kandidaten in die Parlamente bringen, und die Chance haben wir jetzt in Salzburg. Idealerweise steht am Ende das beste Wahlergebnis, das NEOS je hatte.”

Wie schon die Werbung auf den Plakaten war auch der Wahlkampfauftakt im Restaurant “M32” auf dem Mönchsberg ganz auf den Spitzenkandidaten Sepp Schellhorn zugeschnitten. Strolz bezeichnete ihn als “Naturgewalt”, und “dieses Ungestüme, diese Kraft – was Besseres könnte dem Salzburger Landtag und der Landesregierung nicht passieren.”

Der Parteichef betonte dann, dass gerade in Zeiten von Türkis-Blau Kontrolle nötig sei. Die Regierung halte die gemachten Versprechen nicht ein. Als Beispiele nannte er eine Pensionsreform, eine Föderalismusreform, die Zusammenlegung der Sozialversicherungen oder die Abschaffung der kalten Progression. “Wir werden euch an jeder Ecke an die Versprechungen erinnern und auch aus den Bundesländern heraus den Druck erhöhen”, kündigte Strolz an.

Er wünsche Salzburg nicht, dass die Menschen sagen, die Wahl sei nicht so wichtig, “und dann wachen sie mit einer schwarz-blauen Regierung auf: So lustig ist das nicht, weder für das Land noch für die Leute.” Vor allem müsse man die Freunde der FPÖ ansehen, die Lega Nord in Italien, Le Pen in Frankreich oder Geert Wilders in den Niederlanden, “die die EU vernichten wollen.” Eine Aufkündigung Europas bringe weniger Sicherheit, weniger Lebensqualität und weniger Wohlstand. “Die Frage, ob wir Europa gemeinsam organisieren, ist eine Schicksalsfrage. Die schwarz-blaue Koalition spielt mit dem Feuer.”

NEOS “wollen sagen, wie es besser geht”

Schellhorn gab in seiner Rede noch einmal das Ziel aus, mit einer starken Fraktion in den Landtag einziehen zu wollen. Er habe nie gesagt, dass in diesem Land alles falsch laufe, “aber wir wollen sagen, wie es besser geht”: mehr Transparenz, ein Ende der Parteibuchwirtschaft – etwa in den Schulen, ein anderes Bewusstsein für den Öffentlichen Verkehr (“Die Salzburger stehen jeden Tag 18 Minuten im Stau, in dieser Zeit rühre ich mein Risotto”), die Personenfreizügigkeit und sieben Tage Kinderbetreuung in der Woche.

Zur Auftaktveranstaltung waren rund 100 großteils junge Gäste kommen. Unterstützung von auswärts gab es neben Strolz auch von den frisch gewählten Landtagsabgeordneten aus Tirol. Neben den Reden sorgte auch eine Live-Einlage von Schellhorns “Schikanöser Kunst” für Unterhaltung: Aus Ärger über die Bürokratie, die ihn als Unternehmer begleitet, verbrennt er Behördenbescheide, rührt die Asche mit Acryl zu Farbe und bringt das “Beamtengrau” zu Papier. Heute malte er mit der bereits mitgebrachten Farbe gemeinsam mit dem Sohn eines Mitarbeiters ein Bild, das die Salzburger NEOS-Stadträtin Barbara Unterkofler für 400 Euro ersteigerte.

Zudem wurden mehrere Videobotschaften von Begleitern Schellhorns eingespielt. Darunter auch eine des Schauspielers Peter Lohmeyer, der – zur Erheiterung im Lokal – folgendes empfahl: “Am besten, Du kochst was für uns, denn das ist das, wovon Du wirklich eine Ahnung hast.”

(APA/Red.)

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