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WAC erarbeitete sich Matchball, Austrias Chance lebt weiter

Die Hoffnung lebt noch bei der Wiener Austria
Die Hoffnung lebt noch bei der Wiener Austria ©APA
Der WAC hat seine Pole Position im Kampf um den Europa-League-Fixplatz in der Fußball-Bundesliga behaupten können. Nach dem 4:0-Kantersieg gegen St. Pölten am Sonntag biegen die Kärntner mit einem Vier-Punkte-Vorsprung auf Sturm Graz und die Wiener Austria in die Zielgerade ein. Schon in der vorletzten Runde kann die Truppe von Trainer Christian Ilzer bei der Austria am Sonntag alles klarmachen.

Es ist eine interessante Konstellation, da Ilzer doch als einer der Topkandidaten als Nachfolger von Robert Ibertsberger bei der Austria gilt. “Die Diskussionen um meine Person lasse ich nicht an mich heran. Ich verfolge nur das Ziel, Platz drei zu behaupten, alles andere interessiert mich nicht”, verlautete der 41-Jährige. WAC-Präsident Dietmar Riegler erteilte seinem Trainer jedenfalls die Erlaubnis, nach dem LASK auch mit der Austria zu sprechen, wie er im Sky-Interview verriet.

Vom Lager der Wiener war zu vernehmen, dass noch keine Entscheidung gefallen sei. Dass Ilzer als sein Nachfolger feststehen würde, bezeichnete Ibertsberger etwa als “Zeitungsente”. “Das schreiben nur die Medien. Wir wissen, wie es wirklich ist, es gibt noch nichts Fixes”, erläuterte der 42-Jährige, der sich selbst auch noch kleine Hoffnungen auf eine Fortsetzung seiner Tätigkeit machen darf.

Am Sonntag liegt es an der Austria, den ersten “Matchball” der Kärntner im Rennen um den heuer besonders wichtigen Rang drei abzuwehren. “Es war ein großer Schritt in die richtige Richtung, wir dürfen jetzt aber nicht zu überschwänglich werden”, sagte Ilzer. Mit einem Punkt in der Generali Arena würden sie mit den Wienern einen direkten Konkurrenten ausschalten. Sturm müsste dann zeitgleich gegen Double-Sieger Salzburg gewinnen, um in der letzten Runde beim WAC noch ein “Endspiel” zu bekommen.

“Um Großes zu erreichen, mussten wir auch in der letzten Saison Salzburg schlagen (Anm.: im Cupfinale). Wir müssen dranbleiben”, verlautete Sturms Sport-Geschäftsführer Günter Kreissl. Sein Team gab mit der bitteren 1:3-Niederlage gegen die Austria die Möglichkeit aus der Hand, Rang drei aus eigener Kraft zu fixieren. “Deshalb tut das Resultat besonders weh”, betonte Kreissl.

Auch das vierte Heimspiel in der Meistergruppe ging trotz Vorteilen der Grazer in allen relevanten Match-Statistiken verloren. “Die Mannschaft hat eine ordentliche Leistung abgeliefert. Deshalb ist es besonders schade, dass es wieder nicht möglich ist, mit den Fans in Liebenau einen Sieg zu feiern”, resümierte der 44-jährige Ex-Tormann. Darüber ärgerte sich auch Abwehrspieler Lukas Spendlhofer, der monierte: “Wir haben einer effizienten Austria die Tore geschenkt, das ist extrem bitter.”

Die Grazer, die am Montag die Vertragsverlängerung von Co-Trainer Joachim Standfest bekanntgaben, brachten die Wiener mit einem Eigenfehler selbst zurück ins Spiel. Einen haarsträubenden Mensah-Rückpass konnte Christoph Monschein zwar noch nicht verwerten, dafür aber Alexander Grünwald mit einem überlegten Nachschuss (33.). “Die erste Halbzeit war von uns katastrophal. Zum 1:1 sind wir gekommen wie die Jungfrau zum Kind”, analysierte Austria-Abwehrspieler Michael Madl selbstkritisch.

Das 1:1 war nur der Auftakt einer Glanzvorstellung von Grünwald, der mit dem sehenswerten 2:1 (57.) einen Doppelpack schnürte. “Das 2:1 hat uns Sicherheit gegeben, es war sicher eines meiner schöneren Tore. Ich habe etwas probiert, was ich vom Papa in der U12 gelernt habe”, gab der Austria-Stratege Einblick. Alle acht Saisontore erzielte er mit seinem starken linken Fuß, am Sonntag bereitete er auch noch den dritten Treffer von Monschein (85.) vor.

Zwei der jüngsten drei Partien konnten gewonnen werden, die Austria könnte also im Saisonfinish aus einer durchschnittlichen vielleicht doch noch eine gute Saison machen. “Noch leben alle Chancen”, sagte Monschein. Und der 30-jährige Grünwald ergänzte: “Wir sind in der Lage, die Kärntner zu schlagen. Man muss aber auch sagen, dass wir in dieser Saison noch keine wirkliche Serie hatten.” Auch deshalb blieb Madl vorsichtig. “Es war ein Schritt in die richtige Richtung, aber nicht mehr. Wir können uns ein, zwei Tage freuen, dann wartet das nächste Endspiel.”

Ibertsberger weiß, wie man dort reüssieren kann. “So wie wir in der zweiten Hälfte aufgetreten sind, das müssen wir gegen den WAC von Beginn an auf den Platz bringen”, forderte der Austria-Trainer. Für sein Team geht es zum Abschluss noch auswärts gegen den LASK. Bei Punktegleichheit am Saisonende würde Sturm vorgereiht werden, da die Grazer nach dem Grunddurchgang abgerundet wurden. Nur noch geringe Europacupchancen hat der verletzungsgeplagte Sechste St. Pölten, der drei Punkte Rückstand auf die Austria und Sturm hat und noch auf den LASK (heim) und Salzburg (auswärts) trifft.

(APA)

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