Vorarlberger RFW-Vertreter widerspricht Haider

Kritik aus den eigenen FPÖ-Reihen gibt es für Haider,  keine  „zusätzliche Entlastung im Unternehmens- und Körperschafts-steuerbereich auf Kosten der Arbeitnehmer durchführen“.

Der Vizepräsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Roman Zech (RFW) widersprach am Freitag in einer Aussendung Parteifreund Haider in Sachen Steuerreform: „Von volkswirtschaftlich verträglicher Wirtschafts- und Steuerpolitik hat der Kärntner Landeshauptmann offenbar keine Ahnung“.

„Ohne Entlastung des Mittelstandes – und zwar auf der Lohnnebenkostenseite – wird es“, so Zech, „keinen Wirtschaftsaufschwung geben, der eine Steuerreform schlussendlich finanzieren soll“. Wichtiger als die Kaufkraft sei nämlich der Erhalt des Standortes und der damit verbundenen Arbeitsplätze. Das sei nur möglich, indem der Wettbewerb nicht weiter verzerrt und die Rahmenbedingen für die heimische Wirtschaft endlich verbessert würden, argumentierte Zech: „Die Wirtschaft hat ihren Teil zur Sanierung des Staates längst erfüllt und die im Regierungsübereinkommen versprochene Entlastung muss endlich eingehalten werden.“

Er verstehe nicht, dass Haider, den von ihm damals vorgegebene Weg der „Flat-Tax“ verlasse und nun in sozialistischer Manier das Füllhorn über seinen „kleinen Mann“ ausschütten möchte. Er habe nichts gegen die Entlastung der unteren Einkommen, so Zech, aber wenn dabei auf die „Leistungsträger“ im Land vergessen werde, dann müsse er diesen Vorstellungen eine klare Absage erteilen.

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