Vorarlberg zog positive Bilanz über Vorsitz in der IBK

Bregenz - Das Land Vorarlberg hat am Freitag ein positives Fazit über sein Vorsitzjahr der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) gezogen.
“Es konnten wertvolle Impulse für das Miteinander im Bodenseeraum gegeben werden, insbesondere in den Bereichen Bildung, Jugend und Nachhaltigkeit”, erklärte Landesstatthalter Markus Wallner (V) bei der 31. IBK-Regierungschefkonferenz in Mellau (Bregenzerwald). Im nächsten Jahr geht der Vorsitz in der IBK turnusgemäß an St. Gallen über. Als Motto für 2011 gab der Schweizer Kanton den Titel “Grenzüberschreitend gesund” aus.

In Vertretung von Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) betonte Wallner am Freitag speziell den “Grundsatz der nachhaltigen Entwicklung”, der zukünftig das gesamte Wirken der IBK prägen und nicht nur Thema einzelner Projekte sein soll. Die IBK werde weiter das Ziel verfolgen, die Bodenseeregion als Modellregion für nachhaltige Entwicklung zu etablieren. Erstmals sollen die Fachstellen für nachhaltige Entwicklung aller Bodenseeländer in einer Projektgruppe zusammengeführt werden.

Der St. Galler Regierungsrat Martin Gehrer präsentierte ein umfangreiches Programm für das nächste Jahr und betonte insbesondere das Anliegen, bestehende Projekte verstärkt einer breiten Öffentlichkeit bekanntzumachen. Einen Eindruck von den Möglichkeiten im Gesundheits-Bereich habe bereits das Mitte November abgehaltene 4. IBK-Gesundheitssymposium vermittelt, sagte Gehrer.

Bei einem IBK-Gesundheitstag am 28. Mai 2011 werde ein “Gesundheitsschiff” die Häfen Rorschach, Bregenz, Lindau und Friedrichshafen anlaufen und dort die Leute über die Angebote in der Bodenseeregion informieren. “Im Leitbild der IBK für den Bodenseeraum aus dem Jahr 2008 wird die Vision eines “Gesundheitsraums Bodensee” beschrieben”, unterstrich der Regierungsrat.

Im Hinblick auf die EU-Regionalpolitik nach 2014 wurde an der IBK-Regierungskonferenz vereinbart, gemeinsam und aktiv die Belange der Region in die europaweite Debatte um die zukünftige Ausgestaltung einbringen. Derzeit fließen im Rahmen der EU-Regionalpolitik erhebliche Mittel in die Bodenseeregion. Das aktuelle Interreg IV-Programm (2007-2013) etwa ist mit rund 57,6 Mio. Euro ausgestattet, von denen die Europäische Union 23,9 Mio. Euro aufbringt. Unter den bisher bewilligten 73 Projekten sind allein sieben der IBK. “Gerade an einer EU-Außengrenze machen Projekte in den Schwerpunktthemen der IBK wie Nachhaltigkeit, Jugend oder Bildung Europa greif- und sichtbarer”, so Wallner.

Die 1972 gegründete IBK ist ein kooperativer Zusammenschluss der Regierungen an den Bodensee angrenzenden und mit ihm verbundenen Länder und Kantone Baden-Württemberg und Bayern (Deutschland), Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Appenzell-Außerrhoden, Appenzell-Innerrhoden (Schweiz), dem Fürstentum Liechtenstein sowie Vorarlberg. Im Kerngebiet der “Regio Bodensee” wohnen auf rund 14.460 Quadratkilometern etwa 3,6 Millionen Menschen.

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