Vor Golden Globe-Nominierungen: Favoriten für Oscar und Co.

Cate Blacnhett ist eine der Favoritinnen für einen Golden Globe oder Oscar.
Cate Blacnhett ist eine der Favoritinnen für einen Golden Globe oder Oscar. ©EPA
In Hollywood beginnt in Kürze die Preisverleihungs-Saison. Den Anfang machen die Golden Globes. Die Nominierungen werden am 12. Dezember 2013 bekannt gegeben, die Verleihung findet bereits am 13. Jänner 2014 statt.
Gewinner der Oscar-Verleihung 2013
Die Golden Globe-Gewinner 2013

Im heurigen Jahr – so scheint es – gibt es keine sicheren Gewinner. So sind zig Anwärter im Rennen, und der “Oscar-Buzz” – das Getuschel über die Favoriten – ist damit umso spannender. Am Donnerstag werden nun die Golden-Globe-Kandidaten verraten. Dies dürfte das Rätselraten um die Verleihung der Oscar-Trophäen Anfang März anheizen. Die am 13. Jänner verliehenen Globes gelten schließlich als Wegweiser für die Oscar-Gala. Am 16. Jänner werden dann die Oscar-Anwärter verlesen, am 2. März geht Hollywoods größte Trophäen-Party zum 86. Mal über die Bühne.

Favoriten bei den Golden Globes 2014

Wer wird diesmal Gold holen: Ein brutales Sklavendrama, ein Überlebens-Thriller im Weltraum oder ein dreistündiges Epos über Betrug, Geiz und Exzesse an der Wall Street? Steve McQueens “12 Years a Slave”, Alfonso Cuarons “Gravity” und Martin Scorseses “The Wolf of Wall Street” werden als Kandidaten für den besten Film gehandelt. Ebenso sorgen Woody Allens “Blue Jasmine” und das Piraterie-Drama “Captain Phillips” für Trophäen-Getuschel.

Zum Auftakt der Filmpreis-Saison verteilen Kritikerverbände erste Trophäen und Vorschusslorbeeren. So kürten die New Yorker Kritiker kürzlich den Politkrimi “American Hustle” von “Silver Linings”- Regisseur David O. Russell zum besten Film des Jahres. Steve McQueen wurde für “12 Years a Slave” als bester Filmemacher ausgezeichnet. Cate Blanchett in Woody Allens “Blue Jasmine” überzeugte als beste Schauspielerin. Robert Redford stach durch seinen Soloauftritt als schiffbrüchiger Segler in “All is Lost” die männliche Konkurrenz aus. Für seine fast wortlose “Tour de Force” hätte der 77-jährige Redford auch einen Oscar verdient, meinen viele Kritiker. Es wäre sein erster Schauspiel-Oscar. Redford wurde bisher nur als Regisseur von “Eine ganz normale Familie” (1980) mit dem Goldjungen geehrt.

Auszeichnungen vor Oscar-Verleihung

Zuletzt verlieh am Sonntag die Los Angeles Film Critics Association “Gravity” und der Liebesgeschichte “Her” mit Joaquin Phoenix den Titel des besten Films. Als Schauspielerinnen wurden Cate Blanchett und die Französin Adele Exarchopoulos geehrt, letztere für ihren Auftritt in “La vie d’Adele”, der auch als bester fremdsprachiger Streifen ausgezeichnet wurde. Bei den Männern wurde Bruce Dern für seine Leistung in Alexander Paynes “Nebraska” gekürt.

Dern spielt in dem Roadmovie einen verwirrten Vater, der einen vermeintlichen Millionengewinn persönlich im US-Staat Nebraska abholen will. Der in Cannes zum besten Schauspieler gekürte Dern war zuletzt 1979 für den Vietnam-Veteranen-Film “Coming Home” für einen Oscar nominiert gewesen. So ist Dern auch bei den Oscars eine harte Konkurrenz für Redford, der sich überdies Matthew McConaughey als abgemagerter Aidskranker in “Dallas Buyers Club” und Chiwetel Ejiofor als gequälter Sklave in “12 Years a Slave” gegenübersieht.

Cate Blanchett in “Blue Jasmin” als Favoritin

In der Frauen-Riege sticht Cate Blanchett hervor. Nach ihrem Nebenrollen-Oscar für “Aviator” (2005) könnte sie in der Rolle einer verarmten Millionärs-Witwe in Woody Allens “Blue Jasmine” ihren ersten “Best Actress”-Oscar holen. Es sei denn, “Gravity”-Star Sandra Bullock schlägt als toughe Astronautin zu. Oder Meryl Streep nimmt ihren vierten Oscar in Empfang. In der Familiensaga “August: Osage County” glänzt Streep als tablettensüchtige Matriarchin, Julia Roberts spielt ihre älteste Tochter.

Nach den Vorschriften der Oscar-Akademie müssen Filme vor dem Jahresende in US-Kinos angelaufen sein, um sich für eine Nominierung zu qualifizieren. Auf den letzten Drücker bringt Martin Scorsese nach Weihnachten daher noch den Wall-Street-Thriller “The Wolf of Wall Street” in die Kinos. Leonardo DiCaprio spielt den US-Börsenmakler Jordan Belfort, der wegen illegaler Finanzgeschäfte in den 90er Jahren fast zwei Jahre hinter Gittern verbrachte.

In der Sparte der Auslandsoscars geht für Österreich die Marlen-Haushofer-Verfilmung “Die Wand” von Regisseur Julian Roman Pölsler ins Rennen. Deutschland schickt hingegen “Zwei Leben” von Georg Maas. Leicht dürfte es aber nicht werde, auf die Liste der offiziell nominierten fünf Werke zu kommen, hat heuer doch eine Rekordzahl von 76 Ländern eingereicht.

(APA/Red)

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