Volksbegehren: „Stopp dem Postraub“

Der Kampf um die Post weitet sich aus: Nun haben Christ-Gewerkschafter ein Volksbegehren angekündigt, um gegen die Postamtschließung vorzugehen. Die Zahl der Postämter und faire Wettbewerbsbedingungen sollen gesetzlich festgeschrieben werden.

Post-Christgewerkschaftschef Manfred Wiedner begründet das Volksbegehren “Stopp dem Postraub” mit fruchtlosen Versuchen, die Regierung für die Problematik zu sensibilisieren. Er hofft nicht nur auf den Unmut der Bevölkerung, sondern auch auf die Unterstützung durch die Bürgermeister. Bis kommenden März sollen die erforderlichen 100.000 Unterschriften für eine parlamentarische Behandlung erreicht werden.

„Ich werde sicher nicht zulassen, dass jemand 200 oder noch mehr Postfilialen zusperrt”, sagt auch Infrastrukturminister Werner Faymann. “Die Post darf nicht zur AUA werden“. Sonst müsse man “womöglich die Post verschenken und dann auch wieder was draufzahlen.” Damit das nicht passiert, müsse man jetzt die Weichen stellen. Er habe nicht den Eindruck, dass diese Vorbereitungen gut laufen.

Sollte sich an der derzeitigen Situation nichts ändern, würden viele Briefträger ihren Job verlieren. Angeblich sollen zwei Drittel des bis 2015 geplanten Stellenabbaus von insgesamt 9.000 Mitarbeitern geplant sein. Ferner sei der Abbau von 750 Paketzustellern und 2.200 Mitarbeitern in den Postämtern vorgesehen. In sieben Jahren soll es nicht mehr 1.300 eigenständige Postämter sondern 25 eigene Großpostämter, 225 Filialen unter der Regie des Kooperationspartners, sowie 220 verpachtete Regionalfilialen geben.

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