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Virologin warnt: Wien verliert Kontrolle über Coronavirus

Laut der Virologin stecken sich immer mehr Menschen in Wien im öffentlichen Raum mit dem Coronavirus an.
Laut der Virologin stecken sich immer mehr Menschen in Wien im öffentlichen Raum mit dem Coronavirus an. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Immer mehr Corona-Infizierte in Wien wissen nicht, wo sie sich angesteckt haben. Die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl warnt nun vor einem Kontrollverlust beim Infektionsgeschehen.

Die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl von der MedUni Wien warnt in einem Mail an mehrere Personen der Task-Force des Gesundheitsministeriums davor, dass die Kontrolle über das Infektionsgeschehen verloren gehen könnte.

Detailanalysen in Wien hätten gezeigt, dass "Infektionen bereits in unklarer Weise im Öffentlichen Raum (...) akquiriert werden", zitierte die "Kleine Zeitung" (Sonntagsausgabe) aus Puchhammer-Stöckls Mail.

Wien: Corona-Infektionen passieren häufiger im öffentlichen Raum

Konkret schrieb die Virologin, die gegenüber der Tageszeitung die Authentizität des Mails bestätigte: "Unsere Analysen von einzelnen bis aufs Detail von uns untersuchten SARS-Infektionsfällen in Wien (genaues PCR-Screening aller irgendwie in Frage kommenden Kontaktpersonen) zeigen, dass Infektionen bereits in unklarer Weise im Öffentlichen Raum (Öffis, Geschäft als einige mögliche Quellen) akquiriert werden. Es scheint, die Kontrolle über das Infektionsgeschehen geht verloren."

Menschen wissen immer öfter nicht, wo sie sich angesteckt haben

Man habe bei Untersuchungen festgestellt, "dass immer mehr Menschen nicht wissen, wo sie sich angesteckt haben könnten", erläuterte die Medizinerin gegenüber der "Kleinen Zeitung". "Wir haben dann alle Kontaktpersonen in mehreren Fällen geprüft und gesehen: Es waren nicht Familie oder Arbeitskollegen, über die die Ansteckung erfolgte." Damit bleibe eben nur der öffentliche Raum, hieß es in dem Bericht. "Man ist in eine diffuse Situation gekommen. Ich glaube, das verhält sich in manchen Bundesländern genauso", sagte Puchhammer-Stöckl.

Wiener Gesundheitsstadtrat Hacker kennt genannte Studie nicht

Im Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) hieß es dazu gegenüber dem ORF Wien, dass man die Untersuchung nicht kenne. Nur bei vier Prozent der infizierten Personen ist laut einem Sprecher Hackers völlig unklar, wo sich eine Person angesteckt hat.

(APA/Red)

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