Vier weitere SARS-Tote in Taiwan

Taiwan hat am Samstag den Tod von vier weiteren SARS-Patienten gemeldet. Zugleich wurden dort 23 Neuinfektionen registriert.

Zugleich wurden dort 23 Neuinfektionen registriert, die höchste Zunahme seit Auftreten des ersten Falls der Lungenseuche vor zwei Monaten. Am Freitag waren noch 18 neue Erkrankungen gemeldet worden. Die Zahl der Toten stieg mit den jüngsten Angaben in Taiwan auf 18, weltweit auf 519. Die Volksrepublik China zeigte sich indessen weiter zuversichtlich, das Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) langsam in den Griff zu bekommen.

Dort hat sich die Rate der Neuinfektionen in den letzten Tagen kontinuierlich verringert, auch wenn das Land mit 4.800 Fällen und 230 Toten immer noch die meisten SARS-Opfer verzeichnet. Die amtlichen Medien berichteten am Samstag, das Programm für den ersten bemannten Weltraumflug Chinas werde deshalb aber nicht verschoben. Man habe genügend Vorbeugung betrieben, um das Raumfahrtprogramm nicht zu gefährden, schrieb das Parteiorgan „Renmin Ribao“. Mit dem Start des ersten so genannten Taikonauten ins All wird für die zweite Jahreshälfte gerechnet.

Die italienische Regierung beschloss derweil Gesundheitskontrollen für Flugpassagiere, die aus Ländern mit einem hohen SARS-Risiko kommen. Dies gilt auch für Reisende aus Ländern der Europäischen Union, wenn ihr Flug in einem der Risiko-Länder seinen Ursprung nahm. Die Kontrollen würden in etwa einer Woche beginnen, sagte Luca Spoletini vom Amt für Zivilschutz. Ärzte würden dann bei den Betroffenen auf den italienischen Flughäfen die Körpertemperatur messen. Damit werden die Kontrollen in Italien strenger sein als in den meisten anderen europäischen Staaten.

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