Vienna’s Start-ups: Und wer oder was ist nun eigentlich FLATOUT?

Es ist wieder Zeit, sich ein Wiener Start-up etwas genauer anzusehen!

Von Stefanie Schmied, 1030 Innovation Consulting: Start-up des Monats: FLATOUT Technologies

Was macht FLATOUT ?

Flatout Technologies bietet eine Kompaktlösung für das Internet der Dinge an. Die Idee war, jegliche Gegenstände mit einem Funkchip auszustatten, mit dem Internet zu verbinden, und die Geräte dann zentral steuerbar zu machen. Das 14-köpfige Team konzentriert sich mittlerweile darauf, eine Software für das intelligente Zuhause (oder Büro, oder Hotel, oder…) anzubieten. Ganz konkret würde man in einem Haus, in dem Heizung, Licht, Jalousien, Türen, Herd etc. über das System von Flatout verbunden sind, seine Geräte per Smartphone steuern können. Die wichtigsten Vorteile, die hierbei abgedeckt werden, sind Sicherheit, Energieeffizienz und Komfort.

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flatout ©Photo by Flatout Technologies

 

Flatout hat Partnerschaften mit jenen Unternehmen, die die Hardware für das Internet der Dinge herstellen und haben begonnen, diese intelligente Geräte mit ihrer Software zu verbinden. Das System läuft nun Cloud-basiert, also über das Internet und kann zentral verwaltet werden. Und somit ist eine Plattform für das Internet der Dinge entstanden. Die Plattform steht Entwicklern offen. Sie können eigene Anwendungen für das Internet der Dinge schreiben und diese dann über die umfassende Software und Flatout’s Webplattform verkaufen.

Flatout agiert im B2B Markt, d.h. der Endkunde kommt mit dem jungen Unternehmen nicht wirklich in Kontakt. Die Marke hält sich im Hintergrund. Doch vielleicht bekommt das eigene Haus schon bald ein Upgrade made by Flatout.

Control-App_Tablet
Control-App_Tablet ©Photo by Flatout Technologies

Wer steckt dahinter?

Das Team von Flatout Technologies ist mittlerweile auf 14 Personen angewachsen. Gegründet wurde das junge Unternehmen von CEO Daniel Marischka, CTO Manuel Mager und Developer Christian Passet 2013; an der Idee gebastelt wird aber bereits seit über 2 Jahren. Im Team konzentrieren sich neun Personen auf die Entwicklung des Produkts, der Rest kümmert sich um die wirtschaftliche Seite des Business.

Das Team von Flatout legt größten Wert auf 100-prozentige Transparenz innerhalb ihres Unternehmens. Jeder weiß über alles Bescheid, sei es bezüglich der strategischen Ausrichtung oder finanziellen Themen. Und der Spaß kommt auch nicht zu kurz. Gemeinsam frühstücken, eine Playstation im Büro und gemeinsame Events und Ausflüge schweißen die 14 zusammen.

Flatout_Team
Flatout_Team ©Das Flaout Team Photo by Flatout Technologies

 

Wie kam es zu FLATOUT?

Daniel war genervt davon, dass er sich von der Couch bewegen musste, um den Lichtschalter zu betätigen. Da dachte er sich schon, wie praktisch es wäre, wenn man mit den Geräten im eigenen Zuhause kommunizieren und diese zentral, z.B. über das Smartphone steuern könnte. Das war vor mittlerweile 3 Jahren. Die Idee ließ ihn nicht los, deswegen erzählte er Manuel und Christian, die er noch von der Schulzeit her kannte, davon. Und die beiden waren Feuer und Flamme. Von da an wurde gebastelt und programmiert, vom Wohnzimmer aus.

Das erste Jahr lang arbeiteten alle ohne jegliche Bezahlung. Nach dem ersten Investment wurde das Team auf 8 Personen aufgestockt, und das nächst größere Wohnzimmer gesucht.

Ursprünglich war die Idee ein B2C Konzept, also die Software inklusive zentrales Routergerät direkt an die Endkunden zu vermarkten. Und das war schon die erste Herausforderung: wie kommt man zu den Endkunden? Mit einem komplett neuen Produkt und ohne Kapital für großangelegte Marketingmaßnahmen gestaltete es sich überaus schwierig, Abnehmer zu finden. Aus diesem Grund entschloss das Team, den Fokus auf den B2B Markt zu legen. Zielgruppen sind nun Unternehmen, die ihren Kunden eine Smart Home Lösung anbieten wollen. Und Flatout liefert dafür die notwendige Software.

Wie finanziert sich FLATOUT?

Das erste Funding bekamen die jungen Unternehmer aus den eigenen Reihen. Familie und Freunde wurden zu Investoren. Flatout ist ein Start-up, das eher im Hintergrund agiert, was einen geringen Bekanntheitsgrad unter Endkunden zur Folge hat. Investoren zu finden ist daher nicht einfach, da diese oft nach der Bekanntheit des Start-ups ihre Investitionsentscheidungen treffen.

Momentan befindet sich Flatout in einer Finanzierungsrunde. Der Plan ist, bis zu 1 Million Euro zu bekommen. Die AWS hat bereits eine Förderung an das Start-up ausgeschüttet und auch Business Angels beteiligen sich. Diese Finanzierungsrunde soll die nächsten 18 Monate finanzieren.

Weitere Unterstützung erhielt Flatout von A1. Das Team hat für ein Jahr ein Büro am A1 Start-up Campus zur Verfügung gestellt bekommen, von wo aus sie zur Zeit auch arbeiten.

Und wie geht es weiter?

Um potentielle Kunden an Land zu ziehen, wird fleißig herumgereist. In den letzten Monaten konnten die ersten Pilotprojekte akquiriert werden. Die nächsten Schritte gehen Richtung Silicon Valley, um auch dort etwaige Kunden anzusprechen. Besonders wichtig wird es für das Team, seinen Fokus zu finden. Kundenanfragen kommen momentan aus den verschiedensten Bereichen. Sich richtig zu fokussieren wird den weiteren Weg des Start-ups definieren. Das große Ziel, erklärt Daniel, ist aber eigentlich ein ganz anderes: „Mit Flatout wollen wir soziale Projekte finanzieren. Das Internet der Dinge bietet viele Möglichkeiten, Menschen in Entwicklungsländern zu helfen. Aber dafür müssen wir erstmal hier unser Geld verdienen.“

Daniel
Daniel ©Daniel Marischka, CEO und Gründer von Flatout Technologies

 

Und wie sieht ein Smart Home eigentlich aus? Hier gibt’s die Demo von Flatout zum Ausprobieren!

Für regelmäßige updates folge FLATOUT auf Twitter: @FlatoutTech

 

 

 

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