Vienna’s Start-ups: Shiftyard


Unsere heutige Zeit birgt viele gesellschaftliche Problemstellungen. Ein kürzlich gegründetes Wiener Startup hat es sich zum Ziel gesetzt, auf innovative Art und Weise einen Beitrag zu leisten.

Start-up des Monats: Shiftyard

Von Stefanie Schmied, 1030 Innovation Consulting

Was macht Shiftyard?

Das Startup bietet ein Social Entrepreneurship Trainingsprogramm für Unternehmen an. Im Kern stehen „Impact Sprints“. Dabei arbeiten TeilnehmerInnen aus verschiedenen Unternehmen an einer gesellschaftlichen Problemstellung an sechs Nachmittagen Geschäftsmodelle aus, die einerseits eine mögliche Lösung für diese Problemstellung sind, dabei aber trotzdem eine unternehmerische Ausrichtung haben. Die Vision des Shiftyard Teams ist es, mit ihrem Training dazu beizutragen, dass etablierte Unternehmen CSR (Corporate Social Responsibilty) nicht mehr nur als ausgelagerte Einheit sehen, sondern ihre soziale Verantwortung mit smartem Entrepreneurship-Denken in ihr Kerngeschäftsmodell integrieren.

Die Gründungsstory

Tobias_StephanTobias Göllner & Stephan Kardos, photo by Shiftyard

Shiftyard wurde im September 2014 offiziell gegründet. Tobias Göllner, ursprünglich aus Salzburg, hat an der Wirtschaftsuniversität Wien studiert, und ist nach 3 Jahren in der Strategieberatung bei TPA Horwath zu Pioneers gestoßen. Dort hat Tobias den Zweig Pioneers Discover aufgebaut, bei welchem etablierte Unternehmen mit Startups zusammengebracht werden. Mit Stephan Kardos, der zuletzt bei Siemens im Bereich Leadership Development tätig war und sich in privaten Projekten sehr intensiv mit Startup Methodiken auseinandergesetzt hat, hat Tobias den idealen Mitgründer gefunden.

Von der Startup Szene waren und sind beide fasziniert. „Es tut sich so extrem viel, es entsteht ständig etwas Neues und es kann auch bei gesellschaftlichen Herausforderungen viel bewegt werden!“ Der Grund sind zum Einen die generellen Voraussetzungen. Heutzutage ist es günstiger und einfacher ein Startup zu gründen. Man kann schnell etwas auszuprobieren und zum Beispiel einen Prototypen kostensparend 3D-drucken. Zum Anderen sei die Kultur in der Startup Szene eine andere. Für die beiden Gründer war schnell klar, dass sie bald ihr eigenes Startup auf die Beine stellen würden. Tobias und Stephan haben sich den Impact Hub als ihren Arbeitsplatz ausgesucht, da sie den Austausch mit Gleichgesinnten und die Flexibilität sehr schätzen.

Was passiert bei einem Impact Sprint?

Bei dem 6-wöchigen Trainingsformat werden den TeilnehmerInnen die Methodiken beigebracht, die Startups bereits erfolgreich anwenden. Diese unternehmerischen Techniken werden nun dazu genutzt, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, um eine soziale Problemstellung zu lösen.

WorkshopDer erste Impact Sprint, photo by Shiftyard

Der erste Impact Sprint startete am 15.12.2014 und läuft noch bis Anfang Februar. Teilnehmende Unternehmen wie zum Beispiel Samsung, die Österreichische Post AG und Microsoft haben es sich zum Ziel gesetzt, von Startups zu lernen und dabei an einer realen gesellschaftlichen Herausforderung zu arbeiten. Die Problemstellung, um die sich der erste Impact Sprint dreht, kommt aus dem Bereich Bildung. Die Frage ist, wie man sicherstellen kann, dass junge Menschen in Österreich von den gleichen Chancen auf Bildung, Ausbildung und Training, unabhängig von soziodemografischen Faktoren, profitieren können.

Und dann?

Bei einem Impact Sprint entstehen interessante, neue Geschäftsmodelle mit großem Potenzial. Tobias und Stephan wollen auf keinen Fall, dass diese Ideen in irgendeiner Schublade verschwinden, sondern dass diese tatsächlich realisiert werden. Aus diesem Grund nehmen gründungsinteressierte Personen ebenfalls an der Workshopserie teil. StudentInnen haben zum Beispiel die Möglichkeit zu einem Voluntariat bei Shiftyard, bei dem sie als Social Entrepreneur in Residence ihr eigenes Startup auf Basis des entwickelten Geschäftsmodells auf die Beine stellen können oder bei der Realisierung von Geschäftsideen mithelfen. Die teilnehmenden Unternehmen können nach der Workshopreihe als Mentoren für die jungen Entrepreneurs zur Verfügung stehen oder sich anderweitig einbringen, um das Geschäftsmodell tatsächlich entstehen zu lassen.

Einstein quote

 

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