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Viele Tote bei Putschversuch - Erdogan kündigt "Säuberung" an

Türkei: Putsch gescheitert.
Türkei: Putsch gescheitert. ©AFP
Nach dem gescheiterten blutigen Putschversuch türkischer Militäreinheiten geht der Staatsapparat von Präsident Recep Tayyip Erdogan massiv gegen mutmaßliche Unterstützer vor.
Erdogan: Kampf um politisches Überleben
Bilder der Putsch-Nacht
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Offiziellen Angaben zufolge wurden in einer ersten Aktion mehr als 2800 Putschisten aus den Reihen der Streitkräfte, zehn Mitglieder des türkischen Staatsrats – eines der obersten Gerichte – festgenommen. Ferner wurden fünf Mitglieder des Hohen Rats der Richter und Staatsanwälte und mehr als 2700 Richter abgesetzt.

Die türkischen Behörden nahmen einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge den Oberbefehlshabenden der Zweiten Armee, General Adem Huduti, fest. Die Zweite Armee hat ihr Hauptquartier in Malatya und ist für das Grenzgebiet zu Syrien, dem Irak und dem Iran verantwortlich. Amtlichen Angaben zufolge befindet sich auch der Kommandant der Dritten Armee, Erdal Öztürk, in Polizeigewahrsam.

Zudem nahm die Polizei am Samstag Alparslan Altan, ein Mitglied des Verfassungsgerichts fest. Es handelt sich um den höchsten Justizvertreter unter den zahlreichen Verhafteten, wie der Sender CNN Türk berichtete.

Kein Gebiet mehr außerhalb der Kontrolle der Regierung

Nach Einschätzung des türkischen Verteidigungsministers Fikri Isik befindet sich inzwischen kein Gebiet in der Türkei mehr außerhalb der Kontrolle der Regierung. Ein Putsch sei verhindert worden. Dennoch müsse man wachsam bleiben. Es sei zu früh, um zu sagen, dass die mit dem Putschversuch verbundene Gefahr vollständig eliminiert worden sei.

Erdogan kündigt “vollständige Säuberung” an

Erdogan kündigte eine “vollständige Säuberung” des Militärs an. Er bezeichnete den Freitagnacht gestarteten Putschversuch dafür als einen “Segen Gottes”. Bei dem versuchten Umsturz wurden offiziellen Angaben zufolge in der Nacht mindestens 265 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt. Das Ziel der Putschisten nach eigenen Angaben war, unter anderem die verfassungsmäßige Ordnung, die Demokratie und die Menschenrechte wiederherzustellen.

Ministerpräsident Binali Yildirim sagte am Samstag, die Lage sei weitgehend unter Kontrolle. Der Chef des Geheimdienstes MIT, Hakan Fidan, teilte mit, der Einsatz gegen die Putschisten sei weitgehend abgeschlossen. In der letzten Bastion, dem Armeehauptquartier in Ankara ergaben sich Putschisten.

Acht türkische Soldaten setzten sich mit einem Militärhubschrauber nach Griechenland ab und beantragten dort politisches Asyl. Sie sollten möglicherweise ausgeliefert werden.

Liveticker-Nachlese der Ereignisse in der Türkei

(APA)

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