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"Viele Influencer können gar nichts"

Model-Manager Dominik Wachta sprach in "Vorarlberg LIVE" über seine neue Agentur, "Germany's Next Topmodel" und den Unterschied zwischen Supermodels und Influencern.

2019 gründete Dominik Wachta seine Agentur "1st Place Models" und arbeitet mit Kunden aus aller Welt. Um Model-Nachwuchs braucht er sich keine Sorgen zu machen, wie er in "Vorarlberg LIVE" sagt. Er habe sich aber bewusst für eine Boutique-Agentur entschieden, die nur wenige Models unter Vertrag nimmt. Diese würde man sich dafür aber besonders genau anschauen, da gilt nicht nur das Aussehen, auch auf Charakterzüge und das Durchhaltevermögen wird geachtet. Bei "1st Place Models" seien derzeit keine Plus-Size- oder Curvy-Models unter Vertrag, die Maße seien aber nicht das wichtigste Kriterium.

Video: Wachta über seine Agentur

Eine Abfuhr erteilt Wachta hingegen Formaten wie "Germany's Next Topmodel". Diese werden in der Branche kritisch gesehen, seien eher ein Hindernis, um Fuß zu fassen. Er selbst rief vor einigen Jahren "Österreichs Next Topmodel" ins Leben und wollte damit eine "Alternative zu den Telenovelas" schaffen. In seinem Format habe man in jedem Bundesland gecastet und ausgesucht, die Finalisten wurden dann in einem Modelcamp weiter ausgebildet, ehe die Gewinnerin gekürt wurde. GNTM und Co. würde ein falsches Bild der Branche zeigen, die Aufnahmen seien gescripted und jedes Drama nur gestellt.

Video: Wachta über GNTM

Kritisch äußert sich Wachta auch gegenüber Influencern. "Es gibt ein paar, die hochwertigen Content produzieren, aber sind auch viele dabei, die gar nichts können." Im Web gebe es unzählige Videos von Influencern, die bei Modeljobs komplett versagen - einem ausgebildeten Model würde das nicht passieren.

Video: Wachta über "kranke" Anfragen

In den vergangenen Jahren setzten immer mehr Unternehmen auf "Diversity", setzen Plus-Size- oder Curvy-Models als Werbeträger ein. Laut Wachta ist das aber oft nur ein PR-Gag. Erst kürzlich habe er eine Anfrage für ein Model erhalten, die laut aktuellem Portfolio einen Hüftumfang von 89 Zentimetern aufwies - der Kunde habe gefragt, ob sie es auch auf 86 Zentimeter schaffen könnte. Wachta habe die Anfrage abgelehnt, seine Models will er nicht so unter Druck setzen und möglicherweise in eine Magersucht treiben. "Das ist krank."

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(VOL.AT)

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