Viele Händler könnten auf Weihnachtsbeleuchtung verzichten

Bunt beleuchtete Einkaufsstraßen könnten heuer weniger hell ausfallen
Bunt beleuchtete Einkaufsstraßen könnten heuer weniger hell ausfallen ©APA/THEMENBILD
Bunt beleuchtete Einkaufsstraßen könnten heuer in der Adventzeit weniger hell ausfallen. Um Energie und Geld zu sparen, wollen laut einer nicht-repräsentativen Umfrage des Handelsverbandes zwei Drittel der befragten Händlerinnen und Händler auf ihre Weihnachtsbeleuchtung verzichten. Die Hälfte der Befragten schalten bereits jetzt ihre Leuchtreklamen nach Geschäftsschluss ab.

Drei Viertel der befragten Geschäftstreibenden wollen zusätzlich ihre Raumtemperaturen auf 18 bis 19 Grad senken. Ebenso drei Viertel der befragten Lebensmittelhändler haben - soweit es die Hygienebestimmungen zulassen - ihre Kühltemperaturen auf den höchstmöglichen Wert eingestellt, 13 Prozent haben das noch vor. Andere Energiesparmaßnahmen zielen etwa auf Zeitschaltuhren für Elektrogeräte (über die Hälfte der Befragten) oder auf Zurückfahren der Belüftungsanlagen (45 Prozent der Betriebe) ab.

Allein die Stromkosten der heimischen Händler seien im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 219 Prozent gestiegen, so der Handelsverband. Bei manchen Betrieben würden die Energiekosten mittlerweile bereits den Gesamtumsatz übersteigen. "Kommt ein Energiekostenzuschuss zur Auszahlung, dann muss dieser auch für die Handelsbetriebe gelten", fordert daher Handelssprecher Rainer Will. "Bereits jetzt droht 6.000 Geschäften bis Jahresende die Schließung."

Insgesamt nahmen 126 Händlerinnen und Händler im Zeitraum von 13. bis 15. September an der Online-Befragung des Handelsverbandes teil.

(APA)

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