Vater wollte in Wals vier Kinder und sich selbst töten

Wals - Ein Familiendrama hat sich in der Nacht auf Freitag in Wals bei Salzburg abgespielt: Ein Vater wollte seine vier Kinder und anschließend sich selbst töten, weil ihn seine Frau verlassen wollte. Die Frau konnte sich noch mit drei Kindern verbarrikadieren, eine fünfjährige Tochter wurde vom Mann schwer verletzt. Danach wollte sich der Mann das Leben nehmen und zündete die Wohnung an. Sowohl er als auch die Fünfjährige überlebten, sagte Albert Struber, der Leiter des Landeskriminalamtes Salzburg.
Ereignet haben sich die dramatischen Szenen nach 3.00 Uhr in der Gemeinde Wals-Siezenheim (Flachgau). Die Frau hatte dem 40-jährigen Mann angekündigt, dass sie ihn verlassen werde. Er rief dann eine Freundin der vierfachen Mutter an und kündigte ihr an, dass etwas Schlimmes passieren werde.

Nach dem Telefonat zertrümmerte er die Handys in der Wohnung. Der Mutter gelang es dann noch, sich mit drei Kindern im Alter von zwei, acht und 17 Jahren in einem Raum zu verbarrikadieren. Allerdings konnte sie die fünfjährige Tochter nicht mehr in Sicherheit bringen. Der Tobende ging tatsächlich auf das Kind los und verletzte es mit einem Messer.

“Dann wollte er alle Erinnerungen an die Familie vernichten und hat die Fotos angezündet”, sagte Struber. Anschließend schnitt er sich an beiden Armen die Pulsadern auf und verlor das Bewusstsein. Der Brand breitete sich in der Wohnung aus und starker Rauch verqualmte sie. Die Freundin hatte zum Glück den Anruf des Mannes ernst genommen, sofort reagiert und Alarm geschlagen. Der Feuerwehr gelang es, die verletzte Tochter und den 40-Jährigen zu bergen. Auch die Mutter mit den drei anderen Kindern konnte in Sicherheit gebracht werden. Der Brand wurde von der Feuerwehr gelöscht.

Die Fünfjährige ist ins Landeskrankenhaus gebracht worden. Sie hat an der rechten Hand sowie an Unter- und Oberarm, im Bereich der Achsel und des Brustkorbes Schnittwunden mit Muskel- und Sehnendurchtrennung erlitten, sagte die Sprecherin der Salzburger Landeskliniken, Mick Weinberger, zur APA. Das Mädchen wurde am Vormittag operiert. Später wird sie sich einer Physio- und Psychotherapie unterziehen müssen.

Der Mann selbst wurde ebenfalls medizinisch betreut. Er konnte bereits von den Kriminalisten befragt werden. In der Vernehmung sagte er, dass er die bevorstehende Trennung nicht verkraften könne. Deshalb habe er alle vier Kinder töten wollen. Da dies seine Frau verhindert habe, habe er dann alle Erinnerungen vernichten wollen, so der Verdächtige laut Struber. Der Walser wurde nach der Einvernahme in die Justizanstalt eingeliefert.

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