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Van der Bellen kritisiert ORF

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Grünen-Chef Van der Bellen hat scharfe Kritik an der Medien-Politik der ÖVP und am ORF geübt. Das ORF-Programm sei fad, die Unabhängigkeit des Öffentlich-Rechtlichen gefährdet und sogar die Pressefreiheit aufs Spiel gesetzt, sagt Van der Bellen im „Standard“ -Interview.

Das Programm des ORF sei „einfach fad“. „Die Informationssendungen, die ZiB’s, die Magazine, die sind einfach langweilig und einseitig. Gesendet wird, was der ÖVP nützt, ausgeblendet wird, was ihr nicht passt“, kritisiert der Grüne Bundessprecher.

„Die ÖVP tut so, als ob der ORF ihr Privatfernsehen ist. Soll die ÖVP doch den ORF kaufen, dann hat sie wenigstens auch das kaufmännische Risiko zu tragen“, so Van der Bellen.

Zu dem vom „Standard“ kolportierten Szenario – Monika Lindner als Generaldirektorin, Werner Mück als Informationsdirektor, Heidi Glück als Generalsekretärin und Gerhard Jelinek als Chefredakteur – meinte Van der Bellen: „Das würde der ÖVP so passen, Monika Lindner als Generaldirektorin zu bestellen und den Rest dann im Sommer bis vor der Wahl durchzuziehen.“ Und: „Die fünf Jahre Bilanz Molterer-Lindner schauen ganz schlecht aus.

Der ORF hat seine Unabhängigkeit verloren. Das ist ganz arg. Wenn die Glaubwürdigkeit dahin ist, sind die Quotenverluste kein Wunder. Damit gehen auch die Werbeeinnahmen zurück, und damit ist die kommerzielle Zukunft des ORF in Frage gestellt“, erklärte Van der Bellen, für den „nicht nur die Unabhängigkeit des ORF, sondern letztlich die Pressefreiheit auf dem Spiel“ stehen.

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